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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 1 · p. Seite 19

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 1
Article
Die jüdische Religionsphilosophie über die Anthropomorphismen der Bibel
Date
1867-01-01
Page
Seite 19 (sequence 5)
Language
German
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über die•■'Anthropomorphismen der Bibel. Schreibungen eine wahrhafte "Virtuosität bekundet9), im Talmud ausdrücklich bemerkt, dass diese Ue her Setzung nach Anweisung nach Anweisung zweier miscluaischeu Lehrer, des Elieser b. Hyrkan und des Josuab, Chananja, abgefasst worden sei1). Wenn man ferner erwägt, in welchem Ansehen die Targumim in der talmudischen Zeit gestanden2), so dürfte man wohl auch hieraus auf die Ansichten schliessen, welche eben die talmudische Zeit über die Anthropomorphismen und Anthropopathien sich gebildet. Es wurde freilich von einer gelehrten Seite eingewendet, die talmudische Gotteslehre habe nur das Anthrop opathische von dem Wesen Gottes eifrig8t ferne zu halten gesucht, doch keineswegs das Anthropomorphistische. Und als Beweis dafür wurde Talmud B. Bathra 58, a; Menach. 109, b. in Verbmdung mit Tossafot das.: ומשני דשמא שכינה היתח, und Ohagig. 13, a. angeführt3). Wir jedoch glauben, wessen Gotte8Erkenntnis8 bereits so weit geläutert ist, um jede Vorstellung menschlicher Gemüthszustände aus seinem Gottesbegriff auszuscheiden, wird wohl weit eher noch jede menschliche Körpergestaltung von dem Begriffe Gott ferne halten. Was aber die citirten Talmudstellen betrifft, so gehören sie eben in das Gebiet der Hagada, deren Wesen, wie wir oben bemerkt, in der That noch sehr nebelhaftes Land für uns ist. Die Stelle in Bab. Batra4) namentlich ist eine der krassesten Hagadoth, auf die der Ausspruch des Jehuda ha*Levi5) anzuwenden ist. Sie gehört eben in den Kreis der Sagen, Fabelp. und Legenden, die damals im Munde des Volkes gelebt. 9) Vergl. hierüber Maim., More I, 27. ף S. Talmud Megilla 3 a. S. hierüber auch More II., 42. 2) S. Berach 8a in Verb, mit Tossafot, Schlagw. ׳ .שנים— Ich glaube, dass eben dessbalb die Verpflichtung ausgesprochen wurde, immer mit dem hebr. Bibeltext die Lesung des Targum zu verbinden, weil erst durch letzteres jeder Missdeutung der biblischen Anthrop0morphismen vorgebeugt werde. 3) S. Ben Chananja, 1863, S. 939. 4) Vergl. über diese Stelle ledaja Penini in der bekannten Vertheidigungsschrift. °) Kuaari 111., 73: ואני מודה לך מלך כתר שבתלמוד דברים שאיננו יכול להטעימך בהם טעמים מספיקים ולא להביאם בקשר ענין והם שהכניסו 2* \

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