Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die jüdische Religionsphilosophie über die Anthropomorphismen der Bibel
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 3)
- Language
- German
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, > tf'K -;■ ---ן über die Anthropomorphismen der Bibel. 17 ו vop Joseph Kimchi anführt, gehört eigentlich ,.eben.Donolo an. ' Saadia, der,1 wie wir weiter zeigen werden, gegen jede Art von *Vermenschlichung Gottes so entschieden das Wort führt, bezieht dennoch diese Stelle, auf die vor allen anderen Geschöpfen bevorzugte Gestalt des Menschen. ״Denn, so wie wohl alle Länder Gott angehören, er aber dennoch eines dieser Länder ganz besonders hervorgehoben und gesprochen: dies ist mein Land; oder wie alle Berge sein Eigenthum sind, und er dennoch Einen Berg vor allen auszeichnend, gesprochen: Dieses ist j mein Berg: völlig so hat Gott die Gestalt des Menschen dai durch auszeichnen wollen vor allen anderen, dass er gesprochen: dies ist meine Gestalt, aber keineswegs, dass da an eine Körperlichkeit Gottes zu denken sei6)££ — eine Erklärung, die an Symmachus erinnert, welcher ebenso die Stelle auf die aufrechte Gestalt des Menschen bezieht (sv zhovi §lctyoQoi oqQ'lov 6 ׳frsog* Maimonides dagegen unterscheidet zwischen צלם \ und תואר, da nur letzteres die äussere Form und Gestalt bezeichnet, ersteres jedoch die innere charakteristische Wesenheit eines Dinges anzeigt, Dasjenige nämlich, wodurch das Ding wird, was es eben ist. Beim Menschen nun ist dies die den- ן kende Vernunft, und in dieser eben bestehe mithin die Ebenj bildüchkeit Gottes. Seit Maimuni ist dies die herrschende Erklärung dieser Stelle geblieben. Vergl. z. B. Ralbag und Abravanel z. St., ־ sowie Ahron b. Elia, Ez. Chajim cap. 22. Die Kabbalisten indessen, und an ihrer Spitze der Sohar, gehen auch da ihren eigenen Weg, wie wir dies weiter sehen werden.; Doch ehe wir nun in der Frage, die im gegenwärtigen Artikel uns beschäftigt, die Ansichten der Religionsphilosophen an uns vor üb erführen, dürfte es wohl ganz zweckentsprechend sein, zuerst das Urtheil des Talmud in diesem Punkte anzuhören. , Denn die jüdischen Religionsphilosophen, selbst die rationellsten, wie Maimuni, und sogar selbst die freisinnigsten, wie Gerj sonides, Albalag und Consorten, sind in ihren Forschungen nie- °) Emunoth we-Deoth II., 8. Frankel, Monatsschrift. XVI. 1. I \ 2