Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Beiträge zur samaritanischen Pentateuch-Übersetzung und Lexicographie
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 17)
- Language
- German
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üebersetzung und Lexicographie. 31 Dieses Verhältnis der sam. Paraphr. zu Onkel, einer- und zu den andern arabischen Uebersetzungen andererseits müssen wir festhalten; wir werden noch öfter auf dasselbe zurückkommen, wo es sich darum handeln wird, die richtige Leseart festzustellen, oder ein richtiges Verständnis mancher dunklen Stelle der sam. Paraphr. zu gewinnen. Wir besitzen nämlich nur zwei Handschriften dieser Hebersetzung/) die jetzt beide in Rom sind.6 7) Die eine, in der Vatican-Bibliothek, ist dem in den Polyglotten abgedruckten Texte zu Grunde gelegt; von der andern, der schon erwähnten Barberini’schen Triglotte, hat Morin (a. a. O.) manche, von den unsrigen abweichende Lesearten gegeben. Diese wenigen, auch von Castellus in den ״Animadversiones Samariticae“ (im 6. Bande der Londoner Polygiotte) gebrachten, variae lectiones sind die einzigen aus Hand- ]Schriften geschöpften Hiilfsmittel, die uns bei der Behandlung der sam. Paraphr. zu Gebote stehen.8) Unter diesen ungünstigen Verhältnissen müssen wir in zweifelhaften Fällen zunächst die verwandten Dialecte, sodann die Parallelstellen in der sam. Paraphr. selber, endlich aber ganz besonders die oben erwähn- 6) Herr Professor Dr. Petermann in Berlin, an den wir uns um Auskunft über mehrere, die Samaritaner betreffende Fragen gewendet hatten, hatte die Freundlichkeit uns brieflich unter Anderm auch mitzutheilen, dass sich der jetzige Hohepriester der Samaritaner im Besitze eines Exemplars der sam. Paraphr. befindet, welchem aber die, ersten 11 Capitel der Genes, fehlen. Obwohl er wenig Werth darauf zu legen schien, gelang es Herrn Prof. Petermann eben so wenig, ihm dasselbe abzukaufen, als es bis jetzt dem Consul, Herrn Dr. Rosen, glücken wollte, es für die Berliner Universität zu erwerben. Der Hohepriester will es nicht mehr finden können, und Herr Prof. Petermann glaubt, dass es nur zu einem sehr hohen Preise von ihm zu bejtommen sein dürfte, wenn ihn nicht zufällig einmal die dringende Roth dazu treibt. T) Vergl. Win er a. a. O. S. 11. 8) Heidenheim, der in seiner Eingangs erwähnten ״Vierteljahrsschrift“ schon manche minder wichtige samaritanische Handschrift edirt hat, würde sich unstreitig ein Verdienst erwerben, wenn er einmal die Barberinische Triglotte sorgfältig mit unserem Texte vergleichen und die Varianten veröffentlichen würde.