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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 1 · p. Seite 25

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur samaritanischen Pentateuch-Übersetzung und Lexicographie
Date
1866-01-01
Page
Seite 25 (sequence 11)
Language
German
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Uebersetzung und Lexicographie. 25 I diesem Stellen eben so zum richtigen Verständniss geholfen, wie erdln andererseits verhindert hätte, die andern grammatischen Fehler zu begehen, die ihn so ganz besonders auszeichnen. Ferner hat bereits Winer (a. a. 0. 8. 38 flg.) darauf hingewiesen, dass der samaritanische Uebersetzer schon halbwegs schwierige Ausdrücke und Redewendungen des hebräischen Textes, die er sich nicht erklären kann, in der Regel einfach beibehält, entweder ganz unverändert, oder etwas nach seinem Dialecte modificirt. Hätte er nun den Onkel, benützt, so würde er sich in seiner Rathlosigkeit gewiss an diesen gewendet haben, der ihm in den meisten Fällen die richtige Auskunft gegeben ׳ hätte. Die ganze Beschaffenheit der 8am. Paraphr. macht es \ vielmehr zur Gewissheit, dass ihr Verfasser den Onkel, nicht gekannt, oder doch nicht benützt hat. Es bleibt demnach blos I die Annahme übrig, dass hie und da einzelne Stellen aus Onkel. i]1־ in die sam. Paraphr. interpolirt worden seien; und diese An-; nähme wird ebensowohl durch die Textesbeschaffenheit derselben, als durch Handschriften bestätigt. Schon Eichhorn (Einleit, in das A. T. I., § 305) hat darauf aufmerksam gemacht, dass die sam. Paraphr. ״durch verschiedene Hände gegangen und nach ihrer Erscheinung von einem oder mehreren Samaritanern überarbeitet worden ist." Und in j, der That lässt sich der Umstand, dass sie ein und dasselbe Wort nicht blos zweimal, sondern nach zwei ganz verschiede-! nen Lesearten des hebräischen Textes übersetzt, nur durch j diese Annahme erklären, zu der wir auch durch die augenschein- \ h liehen Emendirungen und Correcturen, die Morinus (a. a. O. I | ״adnotationes in translationem Sarnaritanam") aus zwei verschie- : denen Handschriften gesammelt hat, hingedrängt werden. Der ן eine oder der andere dieser Emendatoren und späteren Umarbeiter hat nun den Onkel, benützt, um die fehlerhafte Ueber- Setzung zu corrigiren, und diese Verbesserungen sind hie und da in den Text gekommen.6) Um diese Annahme zu beweisen, 6) Die Gegenbemerkung Kircliheim’s (a. a. 0. S. 50ר Anm. 2), dass solcher in den Text der sam. Parapli. gekommenen Glossen zu wenige seien, um aus ihrem Vorhandensein auf Interpolationen aus Onkel, zu schliessen, wird durch die Thatsache entkräftet, dass die Anzahl dieser

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