Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Beiträge zur samaritanischen Pentateuch-Übersetzung und Lexicographie
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2829132-2829332-2829334-2843488--09663-2843524- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
24 < ziri1*י ל ־ maritanischen Pentateuchhebräischen Text nach ihrer Art genauer anschloss, als Onkel,; an letzterem diesen buchstäblich abschrieb. Sie hat nämlich: ואקדם אברהם בצלו צפר und: ופק יצחק למצלאה• Es ist klar, dass sie diese freie Uebersetzung nur von Onkel, haben kann, der sie seinerseits dem Midrasch accommodirte.3) Cholin 65 a. erklärt der Talmud die Namen der zum Genuss erlaubten lieuschreckenarten, welche die Schrift Levit. 11, 22 aufrechnet. ,ארבה זה גובאי, סלעם זה רשון, הרגול וה מסול הגב וה גריאן• Die beiden letzten Erklärungen ניסול und גן־יאן, oder nach einer andern Leseart נךיאן, hat nur Jonath. aufgenominen, Onkel, behält hier die beiden, im hebräischen Texte stehenden Namen bei. ,ארבך und לעם□ hingegen übersetzt er, sich an die talmudische Erklärung anschliessend: גלבאי und רשלן? er hat demnach: מבא, רשלנא , הרמלא׳ חגבא; ganz so die sain. Paraphr.4) מבאה, רשוגה, רמלה, ההגבה• Aus dem bisher Gesagten geht hervor, dass die sam. Paraphrase stellenweise Uebersetzungen aus dem Onkel, aufgenoinmen hat, und die Uebereinstimmung zwischen diesen beiden Versionen demnach mehr ist, als blosse sprachliche Aehnlichkeit. Wie ist aber diese Thatsache zu erklären? Dass dem samaritanischen Uebersetzer bei seiner Arbeit der Onkel, vorgelegen habe, kann man unmöglich annehmen. Er bewahrt, indem er sich aller Orten die ärgsten Uebersetzungssünden zu [ Schulden kommen lässt, fast überall seine vollständige Unabf hängigkeit von diesem. Er hätte, um nur ein Beispiel anzuführen, Exod. 9, 15 für ״ דבףPest“ unmöglich ״ דברWort" lesen und sinnlos מבללל übersetzen können, so wie es undenkbar ist, dass er Deut. 1, 44 ״ דבריםBienen" ״ דבריםWorte" gelesen und ohne jedes Verständniss מליה übersetzt hätte,5) wenn ihm das riehtige כללחא und רבריתא des Onkel. Vorgelegen hätte, der ihm an 3) Vergl. Frankel ״Vorstudien z. Septuag.“ S. 184. 4) Die Einschiebung des ר im Samaritanischen, wie z. B. hier חרגבה für חגבא, werden wir später besprechen. 5) Castell., lxc. rad. מלל hat nicht einmal diese beiden offenbaren Versehen der sam. Paraphr. erkannt; er hat: ״ ממללpestis" und plur. ״ טליהapes"!