Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Beiträge zur samaritanischen Pentateuch-Übersetzung und Lexicographie
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 5)
- Language
- German
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Uebersetzung und Lexicographie. 19 I. Die auffallende Aehnlichkeit zwischen der Uebersetzung des Önkelos und der samaritanischen Paraphrase fällt bei einer noch so oberflächlichen Vergleichung beider in'8 Auge. Von dieser Aehnlichkeit bestimmt, hat schon Hottinger (Diss. theol. fase, p. 142) die Abhängigkeit der samaritanischen Paraphrase von Onkelos als so gewiss hingestellt, dass er seine Behauptung nicht einmal nachweisen zu müssen vermeint. Ihm folgt Eichhorn (Einleitung in das A. T. I., § 304), der die Uebereinstimmung dieser beiden Versionen ebenfalls dahin erklärt, ״dass der Urheber der samaritanischen Uebersetzung den Onkelos eben so stark und vielleicht noch stärker gebraucht habe, als späterhin Abu Said den Pentateuch des Saadias.“ Zur Begründung seiner Annahme gibt er ein Stück der Barberinischen Triglotte,2) die mit Onkelos noch viel genauer übereinstimmt, als der in den Polyglotten vorliegende Text. Doch bemerkt schon Winer, der die samaritanische Paraphrase in seiner Habilitationsschrift ״de versionis Pentat. Samarit. indole" (Leipzig, 1817) eingehend behandelt hat, dass diese Frage noch keineswags ihre endgültige Lösung gefunden habe, da sich aus einer allgemeinen, rein ausserliehen sprachlichen Aehnlichkeit auf die Zusammengehörigkeit beider Versionen um so weniger ein Schluss ziehen lässt, als die Sprache des Onkelos und die der samaritanischen Paraphrase, als Schwestersprachen, schon naturgemass enge mit einander verwandt sind; so dass aus derselben Bezeichnung desselben Begriffes in beiden Uebersetzungen Nichts resultirt. Mit demselben Rechte könne man die Abhängigkeit der samaritanipchen Paraphrase von der Peschittho annehmen, da atich zwisehen ihnen, in Bezug auf das sprachliche Element, die grösste |Uebereinstimn1ung herrscht. Winer lasst diese Frage ungelöst,?und erklärt sie für eine offene, bis sich aus einer sorgfältigen!h Vergleichung beider Uebersetzungen ein sicheres Resultat er- J/j8gibt (Winer a. a. O. 8. 64 flg.). Gegen Kirchheiin’s Beweis- |f ‘ 2) Und zwar Num. IV. 30,31; VI. I—9. Ueber diese Handschrift V. vergl. den Bericht von Björnstahl in Eichhorn’s Repertor. Bd. III. S. 1184 flg. und deS&cy in Eichhorn’s ״allgem. Bibliothek^ X. S. 129 flg. 2־!1