Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Beiträge zur samaritanischen Pentateuch-Übersetzung und Lexicographie
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 3)
- Language
- German
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17 vr: ׳ V׳'V / Uebersetzung/iihd Lexicographie. oft eigentümliche, noch oft: .)irrige Auffassang des Paraptrrasten ^zu achten, die absichtlichen und tendenziösen Abweichungen in (der Uebersetzung zu verstehen, oder die Glossen und falschen Lesearten des stark corrurnpirten Textes herauszuerkennen. Sein Wörterbuch enthält in Folge dessen sehr viele Ungenauigkeiten uud geradezu falsche und verwirrende Angaben, welche bei Be- Nutzung desselben zur höchsten Vorsicht mahnen. Aber selbst dieses unzuverlässige Wörterbuch ist nur den Wenigsten zubänglich, da gerade von dem samaritanischen Tlieile des ״Lexicon heptaglotton“ keine Sonderausgabe existirt. Das ״Dialecti Samaritanae Lexicon“ des Johann Morinus, des Vorgängers - von Castellus, in seinem ״Opuscula Hebraea-Samaritica“ betiteli Werke (Paris 16571 ist, trotzdem es sich als ״omnes dictiones /; *ifficiles explicans" ankiindigt, eben so unvollständig als un- [genau. Besser, und durch die sorgfältige Vergleichung der ver- // wandten Sprachen wissenschaftlicher gehalten, ist Uhiemann'8 / / ״Lexicon Samaritanum“, das aber nur die Vocabeln jener wenigen J Capitel der Paraphrase gibt, die dessen oben angeführte ״Chrestomathia Samaritana“ enthält. . Dieser mangelhaften Beschaffenheit der Hiilfsmittel zur Er- Forschung des Samaritanischen ist es zumeist zuzuschreiben, dass diese Mundart, besonders von jüdischen Gelehrten, bis zum heutigen Tage so wenig beachtet und benützt worden ist; obwohl sie sich, wie schon Kirchheim in seinem כרמי שומרון S. 52 11 g. an einigen Beispielen nachgewiesen hat, durch ihre enge Verwandtschaft mit dem Syrischen und den chaldäischen Dialecten, am besten zur erfolgreichen Vergleichung mit diesen Sprachen eignet, und mithin für das Verständnis8 der Targumiin und der Sprache der Talmude von Wichtigkeit ist. Eine kritisch gesichtete, mit erklärenden Anmerkungen versehene Edition der samaritanischen Paraphrase, so wie eine herichtigte und erweiterte Ausgabe von dem Wörterbuche Castellus’ sind Forderungen, denen sich die Wissenschaft nur zu lange entzogen hat, und die hoffentlich nicht mehr lange unbeachtet bleiben werden.1); 1 x) Der Versuch, die samaritanische Paraphrase in Lettern zu ediren, was der grösseren Verbreitung wegen l Fr an kel, Monatsschrift. XV. 1. 2 liebräisehen empfehlensl