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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 1 · p. Seite 16

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur samaritanischen Pentateuch-Übersetzung und Lexicographie
Date
1866-01-01
Page
Seite 16 (sequence 2)
Language
German
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16 Beitrage zur G^rharita.hisch־env'j?‘äntateuch~ Zwei Umstände sind es ganz besonders, die auf das Studii־׳־.•׳. des Samaritanischen störend einwirken: Mangel an z*v• ninssigen, leicht zugänglichen Editionen der wichtigsten Literaturerzengnisse dieser Sprache, und eine im höchsten Grade man ge] und fehlerhafte Lexicographie, Wir wollen diese beiden, schon oft besprochenen Uebelstände mit wenigen Worten näher zu beleuchten suchen. Wenn auch neuere Nachrichten aus Petersburg, woselbst mehrere Kisten mit 8amaridänischen Manuscripten eingetroffen sind, eine bedeutende Erweiterung des samaritanischen Literatur- Gebietes in Aussicht stellen; so ist dieses für jetzt immerhin noch ein eng umgrenztes, da sich die späteren Samaritaner zur Abfassung ihrer Schriftwerke fast ausschliesslich des, bei ihnen., zur Umgangssprache gewordenen Arabischen bedienten. Eine Pentateuch-Uebersetzung, einige liturgische Stücke und Briefe sind vorläufig die einzigen uns bekannten Literaturerzeugnisse j der Samaritaner in samaritanischer Sprache. Und auch diese , wenigen Schriften besitzen wir, wenn wir etwa, die vielbesprochenen und oft edirten ״samaritanischen Briefe“ ausnehmen, in j wenig gesichteten und noch weniger zugänglichen Ausgaben; die Pentateuch-Uebersetzung, unstreitig das wichtigste Werk der samaritanischen Literatur, nur in den Pariser und Londoner Polyglotten-Bibeln, die zumeist nur in grösseren Bibliotheken, und auch da nicht immer anzutreffen sind. Die ״Horae Samaritanae“ des Christoph CelLarius (Cizae 1705) und Uhlemann’s ״Chrestomathia Samaritana“, die er seinen (Leipzig, 1837 erschienenen) ״Institutiones Linguae Samaritanae“ beigegeben hat, bringen nur einzelne Bruchstücke aus derselben. Noch schlirnmer ist es um die samaritanisciie Lexicographie bestellt. Wir besitzen nur ein einziges •vollständiges samaritanisches Wörterbuch, das von Castellus in seinem ״Lexicon heptaglotton“ zur Londoner Polyglotte. Abgesehen davon, dass die samaritanische Literatur seit Castellus eine wesentliche Bereicherung erfahren , hat, deren Wortschatz noch nicht verwerthet ist, hat Castellus, bei all’ seiner (Gelehrsamkeit, durch ein unrichtiges Verständniss der samaritanischen Paraphrase, auch eine Unzahl von Irrthtimern und Fehlern aufgenommen. Er hat nämlich jeder samaritanischen Vocabel der Paraphrase den Werth des Wortes beigelegt, dem es in dem hebräischen Text entspricht, ohne auf die

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