Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 1 · p. Seite 24

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur hebräischen Sprachforschung und biblischen Exegese
Date
1865-01-01
Page
Seite 24 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2829132-2829318-2829320-2843407--08932-2843457
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

'׳,v, י ' i > 1 י' י י?£%$.%/ די׳י . '־‘V■ ■•-״.״; י i■ ’•% Beiträge zur hebräischen Sprachforschung schriebene. Beim Verfassen einer Anthologie von. Sentenzen^ Denksprüchen und Lebensregeln kommt es vornehmlich auf den feinen Geschmack und das richtige Gefühl des Verfassers an. Dieses richtige Gefühl bezeichnet der Hebräer mit ישר, indem es die Geradheit im Auffassen und Beurtheilen der Objecte involvirtדברי חפץ .(״ bezeichnet mehr den innern Werth, den Gedankengehalt, während das כתוב ישר mehr auf die aussere, ästhetische Form sich bezieht. 'דברי אמת דברי חכמי sind Appositionen zu דברי הפץ לכתוב ישר; die Worte der Wahrheit sind 60 ipso auch Worte von innerem Werthe, sowie die Lehrsprüche der Weisen in der Regel auch eine geschmackvolle Form haben. Diese strebte nun Koheleth למצא — נטועים fest gefügt zu finden בי<לי אספות in Sammelblätter. Wir halten בעלי für den Status constr. עלי von לים^, sing. עלח, Blatt, mit ב locale vor Schewa compos. אספות sind die zu verschiedenen Zeiten angelegten Sammlungen, oder auch die verschiedenen Gattungen der Literatur, historische, ethische, poetische und prophetische, daher der Plural, der übrigens auch dadurch gerechtfertigt erscheint, dass die Schriftsammlungen, in Folge der dem jüdischen Volke eigenthümlichen Pietät für alles Alte und Ueberkommene, nach dem ihnen zuerkannten Grade der Heiligkeit stets gesondert und getrennt gehalten wurden"). Die Acten der wissenschaftlichen Untersuchungen über das Schreibmaterial der alten Hebräer sind freilich bis zur Stunde nicht geschlossen. Soviel jedoch darf man mit grosser Wahrscheinlichkeit annehmen, dass zur Zeit, da das Buch Koheleth geschrieben wurde, sowohl die egyptische Leinewand (libri lintei) als auch das egyptische Papier (aus dem Bast der Papyrusstaude) be- *) So übersetzen wir: גם ענש לצדיק לא טוב להכות נדיבים על ישר (Prov. 17, 26): ״Auch das blosse Strafen ist dem Gerechten etwas Unschönes j Vornehme zu züchtigen gegen den Tact.“ **) Conf. Megiiia foi. 27 a: מגיחין ס״ת ע״ג ס״רת ותורה ע״ג חומשין וחוטשין ע״ג נביאים וכתובים אבל לא נביאים וכתובים ע״ג חוטשין ולא חומשין ע״ג ס״ת• Man nahm sich also wohl in Acht, Schriftsammlungen von geringerer Heiligkeit auf solche zu legen, die einen höheren Rang der Heiligkeit hatten. Vgl. Joreh deaa cap. 282, § 19.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.