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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 1 · p. Seite 23

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur hebräischen Sprachforschung und biblischen Exegese
Date
1865-01-01
Page
Seite 23 (sequence 8)
Language
German
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4 1׳* <?ד - ־׳» 1 ׳ -׳ •׳י״׳י" ^־׳ *wr\ *ך% und biblischen Exegese. 23 ׳ durch die Schrift zu fixiren und dadurch eine Zucht der Form, wie des Inhalts, zu begründen. Selbstverständlich musste da Koheleth mit Kritik und Geschmak zu Werke gehen, durfte nicht jeden Spruch und jedes Gleichniss blos wegen seines Alters oder seiner Popularität aufnehmen, musste vielmehr jeden einzelnen כלשל auf die Goldwage der Moral, wie der Aesthetik legen und ihm erst dann, wenn er seine Voll Wichtigkeit und seinen unzweideutigen Werth bekundete, in seine Blumenlese Aufnahme gewähren. Wir übersetzen demnach die VV. 10 und 11 also: ״Es strebte Koheleth, die Gedanken von Werth und das mit Geschmack Nie derges chrieb ene, die Worte der Wahrheit., die Aussprüche der Weisen, fest wie Pflöcke und Stifte in Sammelblättern gefügt zu finden, die von Einem Volkslehrer dargeboten werden." Die gewohnliche Auffassung dieser Worte als zwei Zusammenhangslose Gedankentheile ist völlig unhaltbar. Abgesehen davon, dass schon V. 10 nur eine höchst unklare und unsichere Vorstellung in dem Leser zurücklässt, der über die Form des Findens Nichts erfährt, erscheint V. 11 in seiner totalen Abgerissenheit höchst sonderbar und räthselhaft, und gehört dazu ein nicht geringes Maas8 von Selbsttäuschung, denselben klar und verstandlieh zu finden. Die Vergleichung der בעלי אספות mit Nägeln ist eben so befremdend, als die Gegenüberstellung von דברי ה ככלים und ב״א. Ausserdem sind ja die בעלי אספוה iu historischer Beziehung ähnlich jener Lichtenberg’schen Merkwürdigkeit: ״Ein Messer ohne Stiel, woran die Klinge fehlt." Oder soll man mit Hitzig unter בעלי אספות die gesammelten Tendenzen verstehen? Das scheint uns mindestens sprachlich unmöglich. Wir fassen daher die VV. 10 und 11 als einen eng und innig zusammengehörenden Gedanken auf, wie aus unserer Hebersetzung zu ersehen ist. Die Theilung eines längeren Satzes in zwei und selbst mehr Verse ist in dem Buche Koheleth eine nicht seltene Erscheinung. Cap. 2, V. 1—11 bildet eine Periode; Cap. 10, V. 13 schliesst mit dem Worte רעת, und doch ist der eigentliehe Schluss des Satzes erst nach den ersten drei Worten des Verses 14. 'דברי הפץ wie אבני חפץ* (des. 24,12) ארץ הפץ* (Mal. 3, 12), Worte oder Gedanken von hohem Werthe. לכתוב ישר das mit Geschmack, Tact und richtigem Gefühle Niederge-

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