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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 1 · p. Seite 20

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur hebräischen Sprachforschung und biblischen Exegese
Date
1865-01-01
Page
Seite 20 (sequence 5)
Language
German
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20 Beiträge zur hebräischen• Sprachforschung אחד: ויתר מהסה בני הוהר עשות ספרים הרבה אין קץ ולהג הרבה געת בשר:'סוף דבר הכל נשמע את האלהים ירא ועת מצותיו שמור כי וה כל האדם: כי את כל מעשה האלהים יבא במשפט על כל נעלם אם טוב ואם רע: Der Gedankengang des Buches erscheint mit V. 8 vollkommen abgeschlossen, da letzterer die Grundidee, mit welcher Kolieleth seine Betrachtungen einleitet, ihrem ganzen Umfange nach als das Gesammtresultat dieser Betrachtungen ausspricht. Es ist dies die Idee von der Nichtigkeit aller irdischen Dinge und von der Fruchtlosigkeit aller menschlichen Berechnungen, welche Koheleth, als Leitfaden durch das Labyrinth des Zweifei8, an dessen Eingang wie an dessen Ausgang befestigt hat. Die letzten sechs Verse erscheinen demnach als Nachwort von dem Copisten des Buches, der nach dem Talmud0) dem Gelehrtenkreise Iiiskia’s angehörte. V. 12 ist nicht als ein zweites Finalwort anzusehen, vielmehr hängt er mit dem Vorhergehenden eng zusammen und schliesst es ab. Die VV. 13 und 14 stehen mit dein frühem in keinem Zusammenhänge, und würden sie sich an V. 8 eben so gut, ja noch besser, anreihen lassen, indem sie das Resultat der praktischen Vernunft, wie V. 8 das Ergebniss der theoretischen Vernunft, recapituliren. Der Umstand, dass die traditionelle Ordnung der Hagiographen das Buch Koheleth unmittelbar hinter Mis chle setzt00), gibt der Vermutbung Raum, dass der Epilog zu Koheleth zugleich auch das Buch Mischle abschliessen will, und gewinnt diese Vermuthung in demselben Grade Wahrscheinlichkeit, als es auffallend ist, warum der oder die Copisten aus dem genannten Gelehrtenkreise gerade das Buch Koheleth und nicht vielmehr Mischle, zu dein ja der Epilog viel besser passt, mit einem Nachworte versehen? — Der Epilog schildert nun die *) Conf. Baba bathra foi. 15a: .חוקי', וסיעתו כתבו ישעי׳ משלי שיר השירים וקהלת, wozu Raschi’s Bemerkung: בני דורו שהאריכו ימים אתריו zu beachten ist, insofern sie anzudeuten scheint, dass man für die Auf- Zeichnung des Buches Koheleth eine spätere Zeit als die Hiskia’s ansetzen müsse. **) Ibid, fol. 14 b.

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