Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension] / J.
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 3)
- Language
- German
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[{(.Tensionen mul Anzeigen. «׳;׳ inud schriftlich oder nur von Mund zu Munde in die Hände seiner lledaeteure gekommen« Von $ 12 rin verbreitet sieh der Herr Verf. über die bekannte Novelle Jti.stminn's, über den bei der Entstehung der Handschriften massgebenden religiösen Einlluss, über das Atisehen der Ilandsehriften nach Ländern (die Tosafisten fragen in Babylonien über Lcseurtrn an, Vorzug (Lei־ spanischen Ilandsehriften) und über den Namen der Handsehril’t. Als die älteste genannte •Handschrift weist der Verf. die von Maimonides ILile'h. Malwe welowe XX, *2 benutzte nach, der Mahnonides selbst ein Alter von fünfhundert .1 .׳ihren zuschrieb. Die Wichtigkeit der Schriften älterer Talmudausleger: der Ueonim, Alfasi, Haseln, Maimonides, R. Nathan, der Losaiisten für die Eruirung des Talmudtextes wird von den» Verf. gebührend hervorgeliobcn und naehgewiesen, dass einerseits das auf den .Inden lastende Missgeschick zur Verringerung der Handschriften bettrug, während anderseits seihst nach der Eriindung* der Buclidruekcrkunst die Abschreibethntigkeit nicht eingestellt wurde. Trotzdem ist die. Anzahl der m eh gegenwartig vorhandenen Tahmiclinaimscripte aus den vom Verfasser richtig angegebenen (!runden eine Verhältnissmässig sein׳ geringe. Ein fast vollständiges handschriftliches Exemplar des Talmuds bildet sieh Idos in München, während andere Bibliotlieken mehr oder weniger einzelne Traktate, Misch 11a-, Tosephta-, Sehceltlmth- und Alfasitextc in Handschrift bewahren, so: Berlin einen kostbaren Pergament - Codex des Alfasi, der in Folge einer Aufforderung* des grossen Kurfürsten an die duden seiner Lande Cleve und Mark, für Ilm hebräische Handschrillen zu sammeln, von Mordcehai (iuuipel b. David aus Wo sei 1(5(12 der Berliner Bibliothek überreicht wurde, Breslau, Florenz, Hamburg (drei Traktate, geschrieben um 1161), Heidelberg (?), Karlsruh (Traktat Synliedrin aus dem Besitze Johann Reuchlinbs), Leyden (ein Codex des Talmud jeruschalmi und Aruch), London (acht Traktate des בלועך 'D hn British Museum), Müuc 11 en (einige Traktate aus dem zwölften Jalirliundert und ein fast vollständiges Exemplar aus dem 14. Jahrhundert aus dem Besitze des berühmten Talnmdlchrers Mathatia h. Joseph, und wie der Verf. ausführlich nachzuweisen sucht, wahrscheinlich identisch mit dem von Asului in Pfersee gesehenen und kurz beschriebenen Codex), Odessa,