Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension] / J.
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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$■1 Recensionen und Anzeigen. In Nr. I., übcrschrieben: ״Handschriften und erst(1 Ausgahon dos babylonischen Talmud,“ behandelt Herr F. Uebrecht vorläufig nur dir Handschriften, di(‘ gedruckten Ausgaben einer zweiten Abthcihmg Vorbehalten(!. Fs ist eine recht verdienstliehe, wenn auch nur secundärc Arbeit, da eine Feststellung des Textes mehr durch eingehendes tiefes Studium, als blns durch Sammellleiss bedingtes meehanisehes Aufzähleu und selbst Yergleichen unzuverlässiger Manuseripte (man wird unwillkürlich an Kenniott erinnert ) erzielt werden kann.י Doch auch diese Arbeit verdient Anerkennung, und es ist dem Herrn L. umsomehr zu danken, als er sich an eine Aufgabe machte, die der tiefet׳ Hingehende, weil das Studium selbst ihn ganz in Anspruch nimmt, in der Regel von sich weiset. Wie gross das Mass dieses Dankes, wird freilich sich nach dem Erfolge richten, der sieh aus diesen Vergleichungen ergehen wird; und hier halte. Herr L., so er nicht ausschliesslich das formelle Studium zum Massslab nimmt, sieh sagen müssen, dass der Erfolg nur ein sehr geringer sein müsse, da kein Manuscript bis zum Talmud, und kaum ein Manuseript bis Rasch! und Rambain hinaufreicht. Der Miselinatext kann nur durch tiefes Eingehen auf die in den beiden Talmuden angeführten' und eommentirten Misclma's, durch Durchforschen des Commcntars des Ramb.am zur Mischna, des R. Simson u. A., nicht durch unzuverlässige Manuseripte ermittelt werden. Doch gehen wir zu der Abhandlung selbst über. Herr L. verfolgt die schriftliche Ilalacha und später den bandschriftlichen Talmudtext bis zu ihren ersten Spuren. Streng genommen, gehört Einzelnes in den ersten Paragraplien, so nützlieh es auch an und für sieh sein mag, nicht hierher. Mcgillath Juchasin, Mcgillath Taanith und vollends das hagadische ססרא האדם הראשון gehören doch wohl nicht in den Kreis handsehriftlieber Ilalacha. Ehen so wenig können die שניות רבי ר* הייא (Jebam. 21h) und לשניות דכלר בריר דרבנא bei denen der Ycrf. seihst (S. 10) durch ein Fragezeichen seine Zweifel verräth, herangezogen werden, da es sich dort einfach um שניות לעריות handelt. Aus dem ,עליך CPPIn אמו מר בריר דרבנא, Uber dessen figürlicher Bedeutung kein Zweifel obwalten kann, beweist der Verf. (S. 13) zu viel. Wichtiger wäre die ausführliche Untersuchung der Frage gewesen, die trotz aller voraufgegangener Forschungen noch immer nicht abgeschlossen ist, ob der Tal-