Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über einige geschichtliche Beziehungen des Philonischen Systems
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2829132-2829290-2829292-2843263--07423-2843314- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
des Phiionischen Systems. 29 Seolenwescns und dass er den Quell desselben in den Nus vorlegt. Bekanntlich nämlicli sicht Philo 511 seinen Gcsctzosallcgoneu in Adam den vovg und in 10va die ctiöd'rjöig symbolisch ausgedruckt. Nun bemerkt er (leg. allegor. 8. iE) zu den hihi. Worten: ״Und Gott führte sie zu Adam und Adam sprach: Dieses Mal ist es Bein von meinem Gebein und 1׳ Irisch von meinein Fleische," nach einer Erklärung der Worte in seinem Sinne Folgendes: ״Denn alles, was der Sinn (die sinnliche Wahrnehmung) erleidet, erträgt er nicht ohne Nus. Denn dieser ist für ihn der Quell und der Grund, auf den er sieh stutzt“ (tuxvtcc ydp oaa naG%u 7) aiic-d'qaig ovh ctvev vov vnofdvu‘ nrjyrj y«p ovzog fGttv ccvtij 7ccd fttt-dhog <0 {ntQHÖtttci), Die Bedeutung und die Tragweite dieser Aeussemng wird uns klar durch Zeller's sehr tretende Bemerkung über die Stoiker (1. 1. 8. 1 GL>): ״Dabei bemühten sie sieh aber, die Einheit des Serlcmvesrn.s strenger festzuhaltcri, als Plato und Aristoteles, denen sie der Dualismus von Sinnlichkeit mul Vernunft immer wieder zerstört hatte; das fytfjLovixdv ist ihnen die Grund kraft, alle übrigen Kräfte sind blosse The de und Ableger von jener, auch die Empfindung und Begierde wird in ausdrücklichem Gegensätze zu der Platonisch- Aristotelischen Annahme mehrerer psychischen Prineipien von ihr hergeleitet, und in ihr wird das Ich oder die Persönlichkeit gesucht, deren Sitz bei den Früheren immer unsicher geblieben war." Stoisch ferner Ist seine Bezeichnung der Seele als c27roa7roccrgcc *O’hop. Die Worte Philo’s lauten (legis alk'g. 111, 119): 76 fitv ovv Gtofiw *St yf/g dbdrHUiovpyrjzctr 7} tU 1pv%r1 ttfähgos iozivt an6tiituGpat d'etop. Die bei Zedier angeführten Worte aus Epictet. diss. I, 14, 0: ai 1pv%al avvacpHg to O-hü att avzov {!optet ovgcu xcd dnoGnccGfiatu. Stoisch vollends ist seine Moral. Wir übergelien seine endlose Polemik gegen den Austoss der Stoiker, die fjfivvrjf ebenso das bereits über den og&og loyog Gesagte. Aber cs kann Niemand entgehen, dass das stoische Ideal des Weisen für Philo seine Verwirklichung hat in Moses. Er nennt 51m beständig und in strengem Wortverstandc ao<pog, Bekanntlieh sprechen aber auch die Stoiker von einem sich der Stufe der Weisheit blos Annähernden und nennen ihn itQOHontov ^Zeller 8. 159). Nun, so nennt Philo den Ahron. Wir citiren nur eine Stelle, da die Andeutung genügt: In leg, alleg. III, S. 115 heisst 08: ovzco ml vvv tvQtd'rjöBveao pdv co<pdg t eh log 7}öo-