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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 1 · p. Seite 28

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 1
Article
Über einige geschichtliche Beziehungen des Philonischen Systems
Date
1863-01-01
Page
Seite 28 (sequence 10)
Language
German
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28 Ueber einige geschichtl. Beziehungen zu gelangen sicli vernehmen lässt (legis alleg, III, 8. 107): ,,Es fragten die Früheren, wie wir die Gottheit erkennen könnten, Darauf antworteten diejenigen, die im Rufe stehen, am besten zu ])hilosonhiren, dass von dem Kosmos und seinen Th eilen und den ihnen ein wohnenden Kräften wir zur Erfassung der Ursache gelangen." Philo führt das jetzt in vollkommen stoischer Weise aus, bemerkt aber dann: ,,Die das so Erwägenden erlassen Gott gleichsam durch seinen Schatten (öi« oxcag), indem sie durch die Werke auf den Urheber sehliessen. Es gibt aber einen noch vollkommeneren und reineren Verstand, der, in die grossen Mysterien eingeweiht, nicht aus den Werken die Ursache erkennt, gleichsam aus dem Schatten das Bleibende, (den bleibenden Körper), sondern sieh über das Entstandene erhebend, einen leibhaftigen Eindruck vom Uiiersehaflenen erhält, 80 dass er von ihm selbst aus, ihn seihst erfasst und seinen Schalten, das ist den Logos mul diesen (sinnlich wahrnelimbareu) Kosmos. Dieser reine Geist aber ist jener Moses, der" u. s. \v. Ist sich Philo so seines gegensätzlichen und höheren Standpunktes der XeiLphilosophie gegenüber bewusst, so haben wir aber auch umgekehrt zu zeigen, dass überall da, wo ihm sein eigunthümlielier Standpunkt nicht neue Gedanken- und Sprach- Wendungen aufdrängt, er Sprache und Denkweise der Stoiker bei behält. Wir wollen von seiner der stoischen völlig analogen Ailegorisirungsmethode schweigen, da er diese bereits überkommen hat, Aber stoisch ist zunächst seine Eintheiiung der Philosophie in Logik, Ethik, Physik (legis allegor, I, S. 51: . Kai 7/ i7z avx^v uÖug (piXocoffia ta>r zqmv avz(ieqoüv, zov XoyiMQv, zov 7]&ikov, zov (pvCLxov). Stoisch seine Eintheiiung aller Naturdingc in solche, die blos durch eine egig (Unorganisches), die durch eine yaioiL.׳, die durch eine ipir%rj und endlich die durch eine Xoyixr! ipvxr] zusammengchalten werden. (Für die Stoiker vgL Zeller S. 97, der auch eine Parallelstelle aus Philo anführt.) Stoisch ist die Zahl und die Benennung der sieben Tlieilc der Seele ausser dem rjyifiiowxdv (für die Stoiker vgl. die Stellen bei Zeller S. 102; für Philo seine Worte in de opif. muudi S. 28: clvim.a trjs tyvxrjg zo zov 71yd\10v1xov pepog hnza%r1 0%ighrc(c x. z. L), wie ja auch der Name riytiiovixov für den Nus stoisch ist. Stoisch ist aber auch seine Aullassung der Einheit des

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