Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über einige geschichtliche Beziehungen des Philonischen Systems
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 9)
- Language
- German
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- Cicero 1× ep/1024888
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des Philonischcn Systems. 27 schlechte,“ sagt er, ״kommt es zu, zu schauen, was das Beste ist, nämlich denjenigen, der ist (bekanntlich wird Israel von ihm ctymologisirt als ״Gott sehend“). Demjenigen aber, der nach dem zweiten Preise strebt, das Zweite (nämlich zu schauen), den sichtbaren Himmel und die schöne Ordnung der .Sterne, und den in Wahrheit ganz musischen Reigentanz.“' Man wird sich liier wohl kaum dadurch täuschen lassen, dass er von den die Astronomie vorzugsweise betreib enden Chaldäern spricht. Die Chaldäer nennt er, weil er exege sirt. Aber die Worte, mit denen er sic cliaraktcrisirt (siehe ein paar Zeilen vor der angeführten Stelle): Tv ytvousvov 7rgo xov mnoupiuTUs xoßpov n(,6 O-tov TtunriHCüs, päXXov 8b tov xoopov av tov fttov cc vzoHpazoQ et vopifcov, oux civrQHQCiTOQoq tgyov av tov 9 zeigen, dass er mitten in seiner Zeit sieh befindet und die stoische. Selbstherrschaft des Kosmos bekämpfen will1). In consequcntcni.Zusammenhänge mit Philo's Ansicht von der Jenseitigkeit des Göttlichen stellt auch seine Ansicht über den Werth der stoischen Beweise für das Dasein Gottes. Bekanntlich war es von allen Beweisen namentlich der sogenannte physikotheologischo, den die Stoiker cultivirten2). Philo verfehlt nicht, dieser Beweise sieh häufig zu bedienen3). Aber es entgeht ihm nicht, dass diese Beweise nicht weiter führen als bis zur Immanenz des Göttlichen. Daher es beachtenswerth ist, wie Philo über diesen Weg zu Gott נ) Die Identiilcirung des Kosmos mit Gott von Seiten der Stoiker ist zwar bekannt. Es dürfte aber ohne'»Schaden .sein ר hier ein Paar bezügliche Stellen an zu führen. Wir erinnern zunächst an den nicht gerade geistreichen Scherz des Epikur über den runden und sich im Kreise drehenden Gott der »Stoa bei Cicero de nat. dcurum 11, 17. Daselbst ist auch folgende stoische Schlussfolgerung: Placet enim illi (Epicuro) esse «leos, quia necesse sit pracstantem esse alhpuun naturam, qua nihil sit melius. Nec dubium, quin, quod aniuians sit habeatque sensum et rationein et mentern id sit. melius quam id quod his carcat. ita efticitur, animantem esse muiuluui et sensus, mentis, rationis compotem. t^ua ratione, de um esse munduni concluditur. — Pliaedr. Epic. fragm, col. 5 (angeführt bei Zeller); dioyivris 0 Baßv~ tamog iv x(0 Trfpl 9A(hptci$ zov xoßfiov ygacpu t(ß diu zov avzov vnaq%jt1vy TttQ1b%uv Monitor z/toc xcc&diteg avd'gfonov 1/jvxfiv. Vgl. die übrigen zahlreichen Stellen bei Zeller 1, 1. S. 77 Kote. ״) Das zweite Buch von Cicero’s de natura dem um handelt sein* ausführlich über die stoischen Beweise für das Dasein Gottes. ג) Vgl. die Stellen bei Dähne S. 1GJ.