Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über einige geschichtliche Beziehungen des Philonischen Systems
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/2829132-2829290-2829292-2843263--07417-2843308- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
dos Pin Ionischen Systems. •ja ־war .01(11״• dieser Logos nicht etwas von der Welt Getrenntes, sondern er war die Welt, der Kosmos selber, nach seiner vorininftigen und gosetzmüssig thätigon Seite hin aufgefasst. Daher es auch kein Widerspruch und kein Ausdruck einer schwankenden und unsicheren Fassung des Urprincips ist, wenn sie ihm daneben wiederum Namen geben, die materialistisch Itlingen, wie das Urfeuer, der das All durchdringende Itaueli und ähnliche. "Betonen aber müssen wir, dass, so zahlreiche Namen sie auch ihrem Urprincip gehen, je nachdem sie. nämlich die physische .Substanz desselben, oder eine Seite seiner geistigen Wirksamkeit ausdrückcii wollen, das verbum proprium für das Göttliche im Kosmos, bei den Stoikern wie bei Ileraklit, das Wort Äoyo$ ist1). Und /.war heisst im weiteren Sinne ihnen nicht hlos die vernünftige Seite, sondern diese auch in Vorhindung mit der physischen Seite des Göttlichen Xoyog. Denn wenn *) Für Ileraklit citiren wir die Worte eines um diesen dunkeln Philosophen verdienten Speoialforseiiers. Pernays sagt in seiner Ah- Iuimlhing: ,,Nene Bruchstücke des Ileraklit. von Ephesus1" zur Motivi- ,1111׳g einer scharfsinnigen Conjeetur folgende Worte: ,,Jeder, dem Ileraklit's Redeweise auch nur aus den Schleierinacherschen Bruchstücken bekannt geworden, muss verlangen, (lass liier, wo der Philosoph für sein Princip h,1 Gegensatz zu seiner Person Gehör i’ordort, jenes Princip mit einem Wort benannt sei, das auch sonst als bedeutungsvoller Terminus in seinem .System vorkomme, während das im Terminus Genannte gehört zu werden vermöge, ohne gewaltsame Verrenkung oder abplnttende Vertilgung der Metapher. Beiden Bedingnngen ist völlig genügt durch die diplomatisch gewiss nicht vortaugliche Aenderung von zuv öuytxcitog in zov loyov. Denn 6 Adyog׳ mit dem Artikel ist stehende und weitestgrei fondste Be- Zeichnung des herak 1!lischen Princips; nichts wird so recht eigentlich gehört wie d AoyobvU u. s. w. — Für die Stoiker sind die Stellen so zahlreich, dass wir nur einige der überzeugendsten von den auch bei Zeller angeführten liier ausschreiben: Diog. LaertiusVIL 134: d'oxft d’ctvzoig dgzctg tivcu tcov oUov Ado, ro 7r0101 v nal rd 1za.6%uv. zo (itv ovv 7tao%ov tivea zr\v d7tutov ovGiav zip vlr]v, zu ö'f 7t010 vv zov £v (tvzf! loyov zov fttov, Stob. Ekl. 1, 322: Zr]vcov de ovoiccv uveu zäv ovzcov ndvrcov TtgdzrjV vkrjv.dtd zccvzrjg de diccfretv zov zov Ttccvzog koyov, uv tvtot ttpccgutvriv Kcc\0v61vy otovTieg £v rtj yovfj rd 67zeq{1cl. Ebenso spricht Seneka epist. 05 von den beiden Principien der Stoiker, der causa und der materia. Causa, i. e. ra* tio, sagt er, fonuut materiam etc. Man sieht leicht., dass ratio die lateinische Ucbersetzung von ioyog sein soll. Die Materie an sieh nennen die Stoiker nach Plutarch aHoyog. Siehe Zeller 1.1. S, 70 u. 71.