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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1863-01-01 · Heft 1 · p. Seite 22

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
12 (1863)
Issue
Heft 1
Article
Über einige geschichtliche Beziehungen des Philonischen Systems
Date
1863-01-01
Page
Seite 22 (sequence 4)
Language
German
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lieber einige* geschiehtL. Beziehungen weisen, dass alle seine Abweichungen von der Stoa, sein zu liülferufen der Platonischen Ideenlehre, seine Pythagorüisehe Zahlenmystik sicli aus dem Bestreben erklären lassen, den Stoicisnms mit dem dudenthume, wie er es autVassle, 7,11 versöhnen. Dass ihm aus diesem seinem Bestreben eine neue Weltanschauung erwuchs, die, ‘man mag von ihr denken, was man will, überaus folgenreich geworden ist, macht seine Originalität aus. Mit llegel 7.11 reden hat er die stoische Lehre zum Momente der «einigen gemacht, sie ist in ihr aufgehoben in dem doppelten Sinne, dass über sic hinausgegnngon ist, dass sie aber auch vollständig darin steckt. Dass er die Sprache der Stoa redet, dass er ihr namentlich seine philosophischen Termini entlehnt, kann keinem vergleichenden Leser entgehen, and wir werden nicht verfehlen, auf Einzelnes aufmerksam zu machen. Vorerst jedoch und bevor wir überhaupt auf Einzelnes eingehen, glauben wir den ganzen Standpunkt irfs Auge fassen zu müssen. Was musste dem Philo hei aller Anziehungskraft-, die der Stoicismus für ihn hatte, vor allem an demselben störend in den Weg treten? Nun, es ist bekannt, dass trotz des lligorismus der stoischen Moral ihr metaphysischer Standpunkt ein inatcrialis tische r und pn nt h eis ti sc 11 er war. Zur Heberwindüng des Aristotelischen Dualismus hatten sie, statt eine substantielle Wesensverschiedenheit zwischen Materie und Form, zwischen Geistigem mul Stofflichem, bestellen zu lassen, die. Form zur Qualität des Stofles gemacht, die selbstständige oder genauer die getrennte Existenz des Geistigen geiäugnet, und dieses mir als die Vernunft und Kraft des Stolles gefasst. Sie waren sieb bewusst, dass sic damit auf einen vorplatonischen Standpunkt zurück gingen, und knüpfen daher ausdrücklich ihre Physik, die folgerecht zugleich ihre Metaphysik war, an Heraklit an1). Nach ihm und mit ihm benannten sie das die Welt regierende geistige Princip, die allgemeine Vernunft, die das All durchdringt, mit dem Namen Logos. Selbstverständlich י) Wir begnügen uns zur Constatirung dieser bekannten That- Sache mit einer Stelle: Cie. de natura deorum III, 14: Sed omnia vestri (nämlich die Stoiker), halbe, solcnt ad igneam vim relerre, Ileraclilnm nt opinor sequentes: quem ipsnm non onmes interpretantur uno modo.

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