Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 12 (1863)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Beglückungstheorien
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 14)
- Language
- German
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1<; MrglucklingsthcHnäcn, inamlirt habe, and Unterzeichnete diese Erklärung als Präsident des Consisloriums. Nun vertritt, wie Jedermann bekannt, Oerfbeer nach der religiösen Seite keineswegs die Interessen der Confcssion, und er verleihet seiner, eine wesentliche Religio ns frage betreffenden Erklärung, als Präsident des Consisloriums, einen in den Augen der Stautsregieruug massgebenden Nachdruck! — Der früher erwähnte, gegen das Judeiitluim die Verleumdung aussprechende Journalist, es bedürfe zu seinem Bestehen der päpstlichen Herrschaft, ein Herr J, Cohen, ist Mitglied dieses CoLisistorUims: seine Behauptung machte, als vom Schosse des Consisloriums ausgehend, viel von sich reden. — Wir können uns auch der Bemerkung nicht verschliessen, dass Länder, deren jüdische Bewohner derartige Vorfassuilgen unter der Benennung Consistorium, Kirchenrath 11. s. w.. aufzuweiseii haben, wenig von geistiger wissenschaftlicher Regsamkeit der Rabbinun vernehmen lassen. Der büreaukralisehe Druck der Consistorien, zu dem sich auch mitunter dei׳ hierarchische des geis!liehen Mitgliedes gesellt, zersli'n'l. die Geistesfrische, diese unerlässliche Redingung des wissenschaftlichen Schaffens, der suhordinirte Rabbiner betrachtet sich, im Gegensatz zu der im Judenthum ihm gestellten Aufgabe, als controlireuden und eontrolirten Verwalte ugsbeamten. — Dass, wo noch wirkliches Gemeindelehen pulsirt, es nicht Befriedigung in den Consistorien linden will, bekundet nicht minder deutlich, dass diese Verfassung dem jüdischen Rcligionsleben nicht entspricht. Gclien wir an einen anderen Yerbcsserungsversuch. Die Orgel frage wurde in dem beendigten Jahre vielfach vcntilirt und rief in der Metropole Prensseus grosse Aufregung hervor. Rei unbefangenem Forschen dürfte der Einführung der Orgel, so sie religiöses Bodürfniss, ein in den rituellen Vorschriften gegründetes Verbot nicht entgegenstehen. Aber der Nachweis iür dieses religiöse Bedürfniss ist, so Parteileidenschaft und Nachalimungssucht ferngehalten werden, nicht nur schwer zu führen, sondern das jüdisch-religiöse Gemüthsieben weiset die Orgel als fremdartiges, die Andacht störendes Element zurück. Das