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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1862-01-01 · Heft 1 · p. Seite 36

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
11 (1862)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1862-01-01
Page
Seite 36 (sequence 6)
Language
German
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36 Recensionen und Anzeigen. Diese Bemerkung ist insofern sachlich nicht unwichtig, als durch sie erst eingesehen wird, wie Ibn-Roschd den leidenden Verstand (vovs ’JzafrijTMbs) von dem materiellen (hylischen) unterscheiden konnte. Die Individuen als solche haben den leidenden Verstand, dagegen kommt der materielle Verstand nur der Menschenart als solcher zu (Ritter, die christl. Philosophie, 8. 601). Referent erlaubt sich übrigens hinzuzufügen, dass er sich in Betreff des Verhältnisses von Alexander zu den Arabern schon zweimal in gleichem Sinne geäussert hat. In der Abhandlung; Die Rebgionsphilosophie des Maimonides S. 10 heisst es; ״Was die Araber betrifft, so sind sie in der Haupt- Sache der Auslegung des Alexander Aphrodisiensis gefolgt etc. Für diese Unterscheidung nun innerhalb des Geistes selbst hat Alexander die Ausdrücke geprägt vovs vh%bs und vovs inhizr}- tos, welche Ausdrücke die Araber durch עקל המלאכי und עקל מסתפאד wiedergegeben haben. Naher aber wird der vovs vh- •xbs von Alexander in folgenden Worten beschrieben (Alex, de an. I, 30 fol. 138b): Der hylische Nus etc."1). Ferner in unserer Abhandlung: Lewi ben Gerson als Religionsphilosoph (8. diese Monatsschrift, Märzheft 1861, 8. 99): ״Alexander Aphrodisiensis, dessen Auslegung bei den Arabern am meisten nachgewirkt hat, urgirte die Worte des Aristoteles, nach weleben der menschliche Geist (vovs) eine blosse Anlage sein soll, die vor ihrer Verwirklichung so wenig existire, wie das noch nicht Geschriebene auf der Schreibtafel. Trägerin dieser Anlage und daher, um beim Bilde zu bleiben, der Schreibtafel als einer realen Sache vergleichbar, ist. die Seele (^vxr)), Verwirklicht wird diese Anlage (e^ix^dsiotris הכנה׳) durch den poietischen oder energetischen Geist. Dieser kraftthätig existirende Geist aber ist nicht der menschliche, sondern' der göttliche (allgemeine) Geist. Er wirkt — und darum heisst er vovs Ttoirjunos nach den aristotelischen Worten über ihn, x<p itavxa ׳jtoiBlv — auf diese Anlage, die daher, versteht sich un eigen tlieh, von Alexander ״hylischer Geist" (vovs vlvaos) genannt wird, und bringt sie zur Wirklichkeit, d. h. in den Besitz der Denkobjecte. Diesen so verwirklichten menschlichen Geist nennt er den ״erworbenen" {vovs izcUmqxos). Kaum gesagt zu werden *) Die Stelle fanden wir zuerst in Trendelenburg de anima citirt.

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