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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 1 · p. Seite 34

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1861-01-01
Page
Seite 34 (sequence 7)
Language
German
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34 Recensionen und Anzeigen. auch dahin rühmt, dass unter den drei Stockwerken ihres Hirnmels Eines auch solchen Geistern ei-ngeräumt sei, ״die, ohne den Buddha und seine Lehre zu kennen, das Maass der Tugend und ihre Pflichten erfüllt haben,^ so gebührte hier den Israeliten der Ruhm, in einer noch reineren Weise die himmlische Gleichstellung aller Guten verkündet zu haben, indem unter vieeien herrlichen Lehren auch die sich findet: ״Auch die Grechten der heidnischen Völker haben Antheil am seligen Leben." 8. 470 f. findet sich folgende Zusammenstellung: ״Nächst den religiösen Vorurtheilen sind die nationalen das grösste Hinderniss der Civilisation und Humanisirung der Völker, und in der That hat das Buddhathum nicht blos religiöse, sondern auch — wenn ich mich so aus drücken darf—nationale Toleranz ausgesäet und gefördert. Im Brahmanismus fällt, wie im alten Judenthum, die religiöse und nationale Absperrung zusammen; der Buddhismus dagegen hat, wie schon oft bemerkt, gleich dem Christenthum und Islam, die Schranke der Volksthümlichkeit durchbrochen, ohne übrigens gleich diesen den kirchlichen Gegensatz, der nun statt des volksthüinlichen die Menschheit scheiden sollte, scharf zu betonen. Der alte Jude von seinem bornirten Standpunkte theilt die Menschen in Israeliten und Kanaaniter, der Grieche von seinem nicht viel umfassendem in Hellenen und Barbaren, der Brahmane in reine Hindu und unreine Mletschas, der Christ und der Muslim in Gläubige und Ungläubige : der Buddhismus verwischt alle diese Gegensätze und den ersteren noch viel entschiedener, als den letzteren." Was hier in Hinsicht des alten Judenthums und des ״alten Juden von seinem bornirten Standpunkte" gesagt wird, ist durchaus unrichtig; es ist unrichtig, dass die mos. Religionslehre in nationaler wie in religiöser Beziehung einen bornirten Standpunkt einnehme. Seine göttlichen Gesetze der Liebe umfassen, wie schon oben angedeutet ist, ohne Rückhalt auch den heidnischen Prem düng, seiner Aufnahme im Lande stand keine Schwierigkeit entgegen- und sie wurde ihm durch keine der Plackereien verleidet, die den fremden Anzügler in allen Staaten der alten Welt erwarteten (Saalschütz, Archäol. II. K. 71). Es ist unrichtig, dass ״der alte Jude" die Menschen überhaupt in Israeliten und Kanaaniter theilte. Er. theilte aber die Heiden in Kanaaniter, d. i: Molochsdien er und Andere, Mit diesen Andern gestatteten seine Ge-

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