Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 10 (1861)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 5)
- Language
- German
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32 Rezensionen und Anzeigen. ״Leuten dieser Welt“ gesagt wird, sie hätten ״die Fülle an Gülern“ und wären ״satt der Kinder.“ So auch Ps, 49, wo gleichfalls mit Bezug auf den unvermeidlichen Tod gesagt wirddass die Thoren mit Stolz auf ihre Schätze blickten, V. 7. 11. — Buddh. S. 453: ״Nicht Söhne, nicht Vater, nicht Verwandte können ihm helfen; wen der Tod ergreift, den retten die Blutsfreunde nicht.“ Vgl.: ״Keinen wird ein Bruder auslösen, dass er ewig lebe und die Gruft nicht, schaue,“ P8. 49, 8—10. — Buddh. 8. 452: ״Welche Lust, welche Freude ist in dieser Welt? Siehe die wandelbare Gestalt, den mit Beulen bedeckten, auf״ getriebenen, kranken Leib, in welchem keine Festigkeit und Beständigkeit ist. Vom Alter wird diese Gestalt aufgelöst,. die zerbrechliche, das Nest der Krankheiten־, der faulende Körper berstet, der Tod ist sein Leben.“ Sehr entsprechend ist die Schilderung der Leiden Hi oh'8, so wie seine Klage besonders Cap. 4. Wenn überhaupt 8. 477 von der buddh. Sittenlehre gerühmt wird, ״dass dieselbe auch Milde gegen Sklaven und Diener, Schonung der Besiegten, hülfreiche Gefälligkeit gegen Nachbarn und Freunde, Gastfreundschaft gegen Fremde, Ehrfurcht vor dem Alter, Gehorsam gegen die Obrigkeit und andere gesellige Tugenden vorschreibt,“ so sind dies gerade solche Lehren, mit welchen die alttestamentlich-biblische Ethik zuerst und vollständig auftrat, 8. die betreffenden Kapitel in Saalschiitz’s Werken über Mosaisches Recht und Hebräische Arc h ä 010 gie. Mit Recht rühmt der Verf. 8. 456 von dem Buddhismus, dass er überall, wo er zur Geltung kam, ״das grauenvollste und am meisten verthierende unter allen religiösen Schauspielen, das Menschenopfer, abgeschafft, das entweder von den Arja schon aus den Oxuslanden mitgebracht, oder von den Brahmanen zur Stärkung und Befestigung der Hierarchie eingerichtet worden war, und noch jetzt im Dekhan gebräuchlich ist.“ Die Hinrichtung von Verbrechern ist gleichfalls durch dieselben Lehren aufgehoben. ״Auch die immer noch rohen, garstigen Thieropfer — sagt der Verf. S.. 457 — die von den Priestern aller sogenannten heidnischen Religionen, wie auch der alt-jüdischen, so eifrig gehegt und gepflegt wurden, 8ei'8 als Beiwerk und Beilage der Menschenopfer, sei'8 als notilgedrungener, magerer, halb-rationalistischer, reformirter Ersatz für die wahrhaft־ alt-