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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 1 · p. Seite 30

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1861-01-01
Page
Seite 30 (sequence 3)
Language
German
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30 Recensionen und Anzeigen. Nr. 2 dem mos. des Stehlens, Nr. 3 dem mos. des Ehebruchs, Nr. 4 dem mos. Verbote des Meineides, Nr. 8 dem mos. des Begehrens und Gelüstens, und Nr. 10, wie der Verf. 8. 446 bemerkt, dem mos. 1. Verbote der Abgötterei. Nr. 5 des buddh. Dekalogs ist bei Moses gleichfalls im Dekal. in der Form des falschen Zeugnisses, ausserdem auch noch mit andern Worten 2. Mos. 23, 1. 3, Mose 19, 16 verboten, wie gleichfalls Nr. 6, 7 und 9. Ist der Anfang des Buddhismus nach dem Verf. (s. den 2. Theil ״Lamaische Hierarchie" Einl. S. 4) in das fünfte Jahrh. v. Chr. zu setzen, also in das erste Jahrhundert nach der seit der babylonischen Gefangenschaft begonnenen Zerstreuung der Israeliten, so konnten — wie überhaupt die heidnischen Religionen vielfach die Neigung an den Tag legen, Elemente fremder und ferner Kulte und Lehren sich anzueignen — auch israelitis che Ansichten zu den Buddhisten ebenso gut schon damals, wie später durch Vermittelung des Christenthums vorgedrungen sein. Der Verf. neigt allerdings mehr dahin, einen solchen Zusammenhang nicht anzunehmen, aber wenn die Möglichkeit so gegeben ist, Form, Zahl und Inhalt so üb er ein stimmen, wie vorstehend in den beiderseitigen Dekalogen, und ausserdem auch viele andere Lehren wesentlich den biblischen entsprechen und zugleich eben sittlich die charakteristische Grundlage des Buddhismus bilden, so kann man kaum annehmen, dass dies Alles demselben erst 500 und mehr Jahre nach seiner Entstehung zugekommen sei, da es dann seiner Geschichte an der Wurzel, und seinen ursprünglichen Jahren am eigentlichen Inhalt fehlen würde. Das ausschliesslich Christliche muss freilich in späterer Zeit aufgenommen und in die frühere zurückgetragen sein. Denn dass die Urheber des Buddhismus Alles selbst erfunden und der sich erweisende Gleichlaut mit Hebräischem und Christlichem überall nur zufällig sei, wird man am wenigsten glauben können. Der Verf. sagt auch selbst 8. 449: ״Ueberhaupt tritt die Aehnlichkeit der buddhistischen und christlichen Sittenlehre schlagend hervor, wenn wir diese letztere nicht mit europäisehen Augen ansehen, wie wir von Jugend auf gewohnt sind, sondern sie in ihrem Grund und Kern erfassen, da, wo ihre Herkunft aus der essenischen Busse und Askese sich noch deut-

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