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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1861-01-01 · Heft 1 · p. Seite 29

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
10 (1861)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1861-01-01
Page
Seite 29 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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29־ Recensionen und Anzeigen. monotheismus bestand, in welchem der ״lichte Himmel“ und das ״himmlische Licht“ als die eine und alleinige Gottheit angeschaut und verehrt wurde. An diesen Urmonotheismus erinnert im Kreise der vedischen Götter noch sehr lebhaft Yarunas, der ״Umfassende,“ als das allumfassende Himmelsgewölbe und zugleich Urquell des Alles erleuchtenden, belebenden, durchdringenden und schaffenden Lichts.“ Der Verfasser vergisst nicht, mit Yarunas den Uranos der Griechen zusammenzustellen. ״Yarunas bereitet der Sonne ihre Pfade, Mond und »Sterne wandein nach seinen Gesetzen, er leitet den Lauf der Monate und Jahre; in ihm ruhen alle Lehenskeime, er gibt den Pflanzen Luft, Milch den Ivühen, den Rossen Kraft, die Seele den Mensehen“ u. 8. w. Es wird nun gezeigt, wie an diese Urkeiine die weitere Entwickelung der indischen• Lehre sich ankniipfte, und durch die Erscheinung des Buddha eine ganz eigene Gestaltung erhielt, ob ganz selbstständig, oder durch theilweise Einwirkung christlicher, wohl auch noch früherer Religions-Anschauung, möchten wir unserseits nicht zu entscheiden wagen. Das Herniedersteigen Buddha’s, um menschliche Gestalt anzunehmen, seine unbefleckte Empfängniss und Geburt, S. 76. 77, das Klosterwesen und Mönchthum sind doch auffällige Erscheinungen. Besonders aber liegt bei der Moral eine Vergleichung mit hebräisch-biblischer und biblisch-christlicher Anschauung oft sehr nahe. Der Verfasser wirft die Frage auf, ob der buddhistische Dekalog mit dem mosaischen etwa in einem historischen Zusammenhange stehe, als welchem er sich ziemlich nahe anschliesse. Jener enthält zunächst vier der ״fünf grossen Verbote“ oder ״fünf Sünden,“ deren Gegensätze die ״fünf Tugenden“ bilden; es sind folgende: 1. Nichts zu tödten, was Leben hat, 2. nicht zu stehlen, 3. keine Unkeuschheit zu begehen, 4. nicht zu lügen, 5. nichts Berauschendes zu trinken, 8. 444. Hierzu kommen in dem buddh. Dekalog (S. 445), mit Fortlassung des vorstehend unter Nr. 5 Genannten, noch 6 Verbote, nämlich: 5. VeiTäumdung, 6. Fluch-und Schmähworte, 7. unreines und unnützes Geschwätz, 8. Begehrlichkeit und Habsucht, 9. Bosheit (Neid, Zorn, Rachsucht), 10. schlimme Ansichten, d. h. Aberglaube, Zweifelsucht, Ketzerei. Vergleicht man diesen Dekalog mit dem mosaischen, so findet man folgende U eher ein- Stimmung: Nr. 1 entspricht dem mos. Verbote des Mordes,

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