Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 5)
- Language
- German
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Recensionen und Anzeigen. 36 Avicebron wurde in den Streitigkeiten zwischen den Thomisten und Scotisten oft gehört, und noch im 14. Jahrhundert von den italienischen Neuplatonikern citirt. Jordans Bruno endlich hat den fons vitae zu Rathe gezogen. Was die indischen Autoren betrifft, so kennt ihn Samuel Zarza (14. Jahrh.) aus den Auszügen des Falaquera, Ali ben Joseph Habillo (15. Jahrh.), der einige Schriften des Thomas in's Hebräische übersetzt, erklärt geradezu den Namen Avicebron durch Jbn Gebirol, Jsaac Abravanel und ebenso sein Sohn Juda (Leo Hebraeus) citiren ihn: die letzten Autoren, die seiner erwähnen, sind Moses Almosnino (16. Jahrh.) und Joseph del Medigo (17. Jahrh.). , Dieser Arbeit über Gebirol schließt sich, wie der Verfasser sagt, ein Resume der Geschichte, wie wir sagen könnten, eine Geschichte der Arabischen Philosophie an. Als Grundlage für diese ausgezeichnete Arbeit dienten dem Hrn. Verf. seine bekannten Artikel" im dicti011naire des Sciences plidosophiques. Aber mit des Hrn. Verf. gewohnter Gründlichkeit haben diese Artikel an zahlreichen Stellen Erweiterungen, Berichtigungen und Anmerkungen, die reich an belehrenden Einzelheiten sind, erfahren. Wir orientiren darüber den Leser am besten, indem wir des Hrn. Vers, eigene Worte, Vorrede Seite VII anführen: ״ Ich habe in diesen Skizzen die wichtigsten Resultate meiner Untersuchungen zusammengestellt und mich namentlich bemüht, .nach den Originalen das Hervorstechendste und Eigenthümlichste der zum größten Theile Aristoteles und seinen Commentatoren entlehnten Lehren der bedeutendsten arabischen Philosophen zu geben. Die biographischen Einzelheiten, die ich zusammenstellen konnte, sind aus den authentischsten Quellen geschöpft; wenn sie bisweilen unvollständig sind, so kann ich wenigstens für ihre historische Genauigkeit bürgen, und sie werden reichlich die von den Geschiehtschreibern oft wiederholten Fabeln ersetzen. — Die Philosophie des Jbn Badja, bisher fast vollständig unbekannt, ist mit ganz besonderer Sorgfalt auseinandergesetzt, und ich habe eine bis in's Einzelne gehende Analyse und Auszüge aus dem Hauptwerke dieses Philosophen gegeben, von welchem der Artikel des dictionnaire nur die Lineamente enthielt. Die Notiz über Jbn Roschd hat in gleicher Weise wichtige Vermehrungen enthalten, und ich habe dabei namentlich gesucht, gewisse biographische Daten besser zu präcisiren und die gegebenen vermittelst neuer Untersuchungen zu vermehren." Den Schluß der Lieferung macht ein historischer Abriß der Philosophie bei den Juden, dessen Text gleichfalls vom Hrn. Verf.