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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 36

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1860-01-01
Page
Seite 36 (sequence 2)
Language
German
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36 Recensionen und Anzeigen. Der Verf. geht hierauf an die Besprechung der Schicksale, welche die Philosophie des Gebirol erfahren. Den bemerkenswertsten Umstand, daß die arabischen Philosophen, ja selbst jüdische wie Maimonides, auch nicht die geringste Notiz vom Mekor Chajim nehmen, erklärt der Vers, zum Theil ans dem Religiösen Bedenken gegen diese Philosophie, zum Theil — und das ist gewiß der Hauptgrund — aus der allmäligen Verdrängung des reinen Neuplatonismus durch den blos nenplatonisch gefärbten Aristotelismus. Dennoch sind jüdische Autoren zu nennen, aus deren Billigung, und andere, aus deren bitterem Tadel die Bedeutung Gebirols bis auf Maimonides" Auftreten ersichtlich ist. Der Verf. theilt aus der in der Bodlejana handschriftlich vorhandenen arabischen Rhetorik des Moses ben Esra ferste Hälfte des 12. Jahrh.) eine Stelle mit — im Anhänge ist auch der arabische Wortlaut der Stelle gegeben — in der Gebirol's poetischer Begabung die reichlichsten und vollsten Lobsprüche erthcilt werden, und auch der ideale, dem Diesseits abgewandte Zug feine#■ Wesens, der seine Philosophie kennzeichnet, sehr charakterisch hervorgehoben ist. Außerdem glaubt der Vers, sowohl in den Fragmenten des Arugat Habosem von Moses ben Esra als auch in einzelnen Stellen des Abraham Jbn Esra, der auch sonst die allegorischen Bibelauslegungen des G. hie und da citirt, ja sogar in einzelnen Stellen des Kusari Spuren von Benutzung des Mekor Chajim zu finden. Daraus bespricht der Verf. die scharfe Polemik des Abraham ben David (Emuna Rama) gegen G. *), und meint, daß neben den oben erwähnten allgemeinen Gründen vielleicht speciell diese Polemik Leigetragen haben mag, G's Lehre zu discreditiren, da von nun ab eine nur spärliche Bekanntschaft jüdischer Autoren mit G.'s Buche 1) Bei dieser Gelegenheit kann Res. die Bemerkung nicht unterdrücken, daß die mehr als zweideutigen Aeußerungen G.'s über die Willensfreiheit des einzelnen Menschen und der schädliche Einfluß dieser Aeußerungen den Abra- Ham ben David wohl bewogen haben, sein Werk gerade mit der Frage über die Willensfreiheit zu beginnen. Man lese z. B. Gebirols Worte lTractat 3, 44): ומזה יתגלה לך סוד גדול וענין נכבד והוא ני תנועה השפל מר,עצמים הנעליים ד,יא מפגי תנועת העליון מהם וענודתו להם ושהם טשועבדיס לד,ם מזה הצד עד שתגיע התנועה אל העצם' העליון וימצאו בל העצמים עובדים אותם ומשועבדים אליו ונמשנים אחריו עומדים אצל דברו ואני חושב בי הנהגת הנפש הפרטית נמשכת אחד הנהגת העולם הכללי וזו היא הדרך להגיע אל ההצלחה השלמה והשגת התענוג תאמתי שהוא בונתנו , und vergleiche damit den Anfang des Emuna Rama bis er aus Gebirol zu sprechen kommt, und man wird es nicht unwahrscheinlich finden, daß er mit dem דבד מרה על האומה neben anderem vorzugsweise den von uns bezeichncten Punkt meint.

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