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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 35

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1860-01-01
Page
Seite 35 (sequence 1)
Language
German
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Recenstonen und Anzeigen. 3ö Reeeusionen und Anzeigen. Melanges de philosophie juive et arabe par S. Munk membre de l’institut. Paris chez A. Frank, libraire rue Riche'lieu, 67. 1859. Im vorigen Jahre hat Munk die Fortsetzung seiner melanges etc." erscheinen lassen. Es braucht wohl kaum gesagt zu werden, daß auch diese Lieferung durch dieselbe Gründlichkeit einerseits und durch dieselbe Nettigkeit andererseits, die man an den Arbeiten Munks gewohnt ist, sich auszeichnet. Wir begnügen uns, durch ein gedrängtes Referat dem Leser einen Ueberblick über die Reichhaltigteit des In- Haltes zu geben. Die Lieferung beginnt mit dem Nachweis der Quellen, aus denen Jbn Gebirol seine im Mekor Chasim vorgctragene Lehre geschöpft hat, und anerkennt die Thatsache, daß die Substanz der Gebirol'scheN Lehre neuplatonisch ist. Die Frage dagegen, ob G. die Werke des Plotin und des Proklus gelesen habe, glaubt der Herr Verfasser verneinen zu müssen, wenn er "'auch, was unzweifelhaft, die Philosophen! e der genannten Männer bis in die kleinsten Details gekannt habe. Diese Kenntniß könnte G. aus den pseudonymen, dem Empedokles, Pyhagoras, Platon und Anderen zugeschriebenen Werken geschöpft haben, die nichts anderes als neupiatonische Compilationen waren. Namentlich bietet, wie der Herr Vers, durch reichliche Mate nachweist, das Pseudonyme, dem Aristoteles zugeschriebene Buch: ״die Theologie", das uns die arabische Literatur ausbcwahrt hat, an den meisten Stellen eine fast vcrbuelle Reproduktion der Plotinischen Lehre. Die Gründe, die den Vers, bestimmen, ein directes Studium des Plotin von G. zu verneinen, sind, daß die Araber den Plotin niemals citiren und nicht einmal seinen Namen kennen. Freilich glaubt Res. aus die Thatsache aufmerksam machen zu müssen, daß der Herr Vers, in der srühern Lieferung seiner ״Melanges“ S. 73 gewiß mit Grund eine Verwechselung des Namens Plotin mit Platon statuirt — auch in der Kreuzer'schen Ausgabe des Plotin im Register geschieht einer solchen Verwechselung Erwähnung — und daß ferner der vom Vers, vielfach citirte Scharastani die Lehren des Scheich al Jaunani vorträgt, der wie auch Haarbrücker in den Noten zu seiner Uebersetzung anerkennt, Nach dem Inhalte der Lehren kein Linderer als Plotin sein kann. Außerdem werden ja Porphyrius und Proklus häufig von den Arabern citirt. 3 *

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