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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 28

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 1
Article
Die Anfänge der neuhebräischen Poesie
Date
1860-01-01
Page
Seite 28 (sequence 10)
Language
German
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28 Wissenschaftliche Aufsätze. werden mit dem Kunstausdrucke :«כר bezeichnet sChurug', nicht Kherug^ wie Zunz hatp, d. h. Endung, Ausgang (im Arabischen) von dem Jneinandergre ifen der Ausgangswörter. Auch in der arabischen Poesie kommt ^כרו als ll?6rminu8 technicus vor. Jannai's״Reim müssen wir auch einige Aufmerksamkeit schenken, da er für uns der erste reimende Poetan ist. Man erkennt leicht, daß er in diesem Kunstmittel ein Anfänger war. Er reimt nicht bloß: נללןל mit דלך, sondern auch: תצלח ותרכב תצרח ותתקף zusammen. In No. 4, das seinen Namen trägt, reimt Jannai: ישע סונללל הוא ליל שנללל אמר 'שלכלל א תא קץ אשנלרל Daß er ein Palästinenser war, hätte man aus seinem Namen erkennen sollen. So wenig auch auf Zunzen's geographische Vertheilung der Namen zu geben ist, so ist cs sicher, daß der Name Jannai nicht in Babylonien vorkam und noch viel weniger in Europa. Sein Zeitalter läßt sich nicht genau bestimmen. Wir haben oben gefunden, daß er gleich Kaliri vor 80V gelebt haben muß. Daß er nicht der vorislamitischen Zeit angehört, dafür spricht die Anwendung des Reimes. Auch aus einem Stücke seines Cyclus läßt sich diese Annahme bestätigen. Zum Schluffe von No. 2 beklagt er sich über den Hohn von Seiten der Töchter Seirs (Edoms) und seines Schwiegervaters, d.h. Jsmaels, der Mohammedaner: יקרת אש בלבי מבעירו מות שעיר וחוח! שמות וחברות. Offenbar hat ihm der Poetan Schesatia (im Pismon ישראל נושע) diese Wendung nachgedichtet: כלח שעיר וחותוו. Dieser Dichter blühte wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des neunten Jahrhunderts zur Zeit des. byzantinischen Kaisers Basilius Macedo (vergl. m. Geschichte B. V S. 274). Sonst repräsentirt Lei Janna'i Edom dev verkörperte Antagonismus gegen Israel, man darf aber nicht daraus schließen, daß er in einem christlichen Lande gelebt hat. Selbst in den wenigen von Janna'i erhaltenen Fragmenten ist seine Manier kenntlich, Agadas mit dem Pijut zu verweben; das Stück No. 7 ist voll davon. Von poetischen Schönheiten ist in Jannai's liturgischem Cyelus keine Spur, er stehet eben so tief unter Josö b. Josö, wie etwa Jbn Abiturs Maamad gegen den von Jehuda halevi. No. 1 hat indessen eine poetische Wendung. Das Hohe Lied haben zwar Agadisten und Kirchenschriftsteller von jeher

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