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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 1 · p. Seite 42

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 1
Article
Notizen.
Date
1857-01-01
Page
Seite 42 (sequence 2)
Language
German
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42 Notizen. gingen wir am andern Tage früh aus der Stadt, sobald die Thore geöffnet wurden. Der Eine von uns trat iu das Loch, aber er kam bald wieder heraus um uns zu benachrichtigen, daß man beim Eintreten die Füße voranstrecken müsse, weil ein senkrechter Abhang von 8 bis 7 Fuß am Anfänge der Oeffnung wäre. Er kehrte darauf zurück mit Lichtern. Ich folgte; aber es war kein leichtes Geschäft, die Damen durch diese enge Flur hineinzubringen. Nachdem einmal das erste Hindernis überwunden war, befanden wir uns unter einer Ungeheuern Wölbung und auf dem Gipfel einer kleinen Erhöhung, die offenbar von der Anhäufung aller der Trümmer׳ herrührte, welche aus dem Behauen der Steinblöcke erstanden waren. Bon unserm Hügel hinabsteigend traten wir durch einen breiten Bogen unter eine andere Wölbung, die in gleicher Weise sehr groß und von der ersten durch gewattige Pfeiler getrennt war. Diese zweite Wölbung führte durch einen stusenweisen Abhang zu einer dritten, diese zu einer andern, und so nach einander bis in's Unendliche, indem jeder Saal von dem angrenzenden getrennt war durch enorme Steinmassen, welche wie Stützmittel angebracht waren. In einigen lagen Steinblöcke, welche von der Wand selbst abgerissen waren, aus dem Boden halb abgeviert, während andere Blöcke noch mit der Felsenmasse zusammenhingen. Hier hatten die Arbeiter nichts gethan als ihren ersten Meißelhieb gegeben, dort zeigten sich blos die Linien, die von dem Architecten des Steinbruches auf die mit der Mauer verbundene Oberfläche gezeichnet waren. Die zum Gewinnen der Steine angewandte Methode war dieselbe wie die der alten Egypter, so wie es uns die Sandsteinbrüche von Hagar- Tilsilis und die Granitbrüche von Szsnn zeigen. Der Architect sing damit an, aus der.Masse des Steinbruches die äußern Linien der Blöcke zu zeichnen, und die Arbeiter gruben alsdann diese Linien mit dem Meißel in der ganzen Tiefe dieser halben Blöcke aus, welche daraus blos mit der Hinterseite an dem Ganzen hängen blieben. Um sie hierauf vollständig loszumachcn, brachte man einen Durchgang von hinten an; einen Durchgang, welcher, wenn einmal die Steine entfernt waren, das Ziel einer neuen Aushöhlung wurde. Wir stellten die Aehnlichkeit fest, welche zwischen den in diesen Brüchen gelassenen Steinen und den Blöcken des Südwestwinkels der Mauer von Jerusalem bestand, welche Blöcke so bemerkenswerth sind durch ihre Dimension, ihr antikes Aussehen und die sonderbare Verzierung ihrer Kanten. Wir brachten zwei oder drei Stunden in diesen Steinbrüchen zu. Indessen geht der Theil, welchen wir genauer prüften, nach dem Thalc Josaphat zu. Unser Führer sagte uns, daß mehr nach Westen ein

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