Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 1 · p. Seite 41

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 1
Article
Notizen.
Date
1857-01-01
Page
Seite 41 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2829132-2829206-2829208--03372-2842963
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Notizen. 41 N o t i z e n. Das Athenaeum franeais bringt folgende Mittheiluug über die im vor. Jahrg. S. 437 besprochenen Steingrllben zu Jerusalem. ״Das Londoner Athenäum veröffentlicht folgende Bemerkungen, die ihm nach feiner Angabe von einem schottischen Gentleman, Herrn Douglas, mitgetheilt worden sind: ״Während des Besuches, den ich der Stadt Jerusalem im Frühlinge des Jahres 1855 machte", schreibt der Verfasser, ״machte ich die Bekanntschaft eines seht gebildeten Jsrae-- liten, der mich davon unterrichtete, daß unterhalb der Stadt ungeheuere Steingruben sich befänden, welche offenbar die bei der Erbauung und dem. Wiederaufbau des Tempels gebrauchten Steine geliefert hatten. Man dringt ln diese Aushöhlungen, sagte er mir, durch eine kleine unter der südlichen Mauer der Stadt angebrachte Oeffnung. Er war daselbst einige Zeit vorher mit zwei Engländern hinabgestiegen, und batte mehrere Stunden zugebracht, um die Oertlichkeit genau zu erforschen. Nach seiner Meinung waren diese Steingruben ausgedehnt genug, um zur Lieferung nicht blos des Tempelgefteins, sondern auch des Gesteins von ganz Jerusalem, dieMauern mit einbegriffen, auszureichen. Er bot sich an, mich dahin zu begleiten, aber er stellte gleichzeitig an mich die Forderung, daß die Expedition in der Nacht geschähe, aus Furcht, daß die türkischen Schildwacheu auf uns schießen oder uns mißhandeln könnten wenn sie uns gewahr würden. Da ich unter meinen Reisegefährten außer meinen beiden Söhnen zwei Damen hatte, die darauf bestanden die . Partie mitznmachen, wollte ich, da die Stadtthore bei Sonnenuntergang geschlossen Werdendste nicht der Gefahr aussetzen die Hälfte der Nacht unter freiem Himmel zuzubringen, und ich lehnte den letzten Theil des Vorschlages ab, wofern es nicht ein Mittel gäbe es in anderer Weise auszuführen. In Folge dessen machten wir uns auf, den Ort und die Breite der Oeffnung zu untersuchen. Wir fanden diese ungefähr 150 Uards (englische Ellen) westlich vom Damasthore. Man hätte sie für den Schlupfwinkel irgend eines wilden Thieres halten können. Mit Ausnahme einiger hvchgewachsenen Kräuter und etlichen dünnen Buschwerks war das Terrain kahl und frei. Diesenigen, die hier eintraten hätten sicherlich von den Wachen gesehen werden können, aber dazu wär dennoch wenig Wahrscheinlichkeit vor- Händenda die Soldaten fast beständig innerhalb des Thores verblieben. Wir beschlossen also unser Abenteuer am Tage zu versuchen, da das größte Unglück das uns im Falle wir entdeckt wurden begegnen konnte, nur war uns ein wenig grob behandelt zü sehen. In Folge davon

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.