Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Notizen.
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 3)
- Language
- German
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Notizen. 43 Bruch des röthlichen Marmors sei, der so gewöhnlich als Pflaster in den Straßen Jerusalems angewandt ist. Von dem Orte, durch welchen ,vir eingetreten waren, war der Abhang ein stufenweiser; dennoch war zwischen einigen der Säle eine gewisse Anzahl breiter in die Felsen- Masse gehauener Stufen. Ich hatte kein Mittel den Abstand zu messen, der die Pflastersteingewölbe von den Straßen der Stadt trennt, aber wenn man nach der Geschwindigkeit der Senkung urtheilt muß die Dicke enorm sein. Man konnte bei der Ausdehnung dieser Höhlen leicht sehen, daß sie Steine genug geliefert hatten, nicht blos um de» Tempel sondern auch ganz Jerusalem zu bauen. Die Lage dieser Steinbrüche, die Methode der Gewinnung der Steine und der deutliche Beweis, daß zdiese Steine vollständig gehauen waren bevor man sie aus diesem Orte brachte, werfen einiges Licht auf die Verse.der Schrift, wo es heißt (II. Chr. L, 181)״ •יUnd er schickte 7080S unter ihnen, um Lastträger zu sein, und 80000 um die Gebirge zu hauen, und 3600 Aufseher, die Leute zur Arbeit anzuhalten/' Und weiter (I. Könige 6, 7): ״Und das Haus, als es gebaut wurde, wurde aus vorher zubereiteten und dahin geschafften Steinen gebaut, so daß nicht Spitzhämmer und Aexte, noch irgend ein eisernes Geräth gehört wurde in dem Hause, da es erbaut ward." In einem der Steinbrüche war eine Quelle; man hatte ein Loch in, den Felsen gehauen und eine enge Rinne, um das Wasser aufzunehmen. Dieses Wasser war süß und klar, aber vou ziemlich unangenehmem Geschmacke. Unsere Lichter, die herabgebrannt waren, benachrichtigten uns unser Fortgehen zu beschleunigen. Wir gingen fort wie wir gekommen waren, ohne bemerkt zu werden. Die Gelegenheit, diese Steinbrüche auf's Neue zu besuchen, bot sich mir nicht. Ich hoffe, daß andere unternehmendere und fähigere Personen eines Tages eine vollständigere Beschreibung davon geben werden." Im v. Jahrg. ,S. 458 Anmerk, wurde bezweifelt, ob Nv« phönicischen Ursprunges sei, da es die Bücher der h. Schr. nicht kennen. Dieses ist zu berichtigen, da allerdings die h. Schrift das מנה kennt. Vgl. 1. Kön. 10, 17. Ezech. 45, 12 und sonst. Die LXX. übersetzen stets jj.v<x. 1) Muß heißen 17.