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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 1 · p. Seite 10

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 1
Article
Was uns noth thut
Date
1857-01-01
Page
Seite 10 (sequence 6)
Language
German
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10 Was uns noth thut. ihm von den angesehensten Vertretern der City bei seinem Abgänge vorbereiteten Adresse — eine seltene Auszeichnung — wird hervorgehoben, wie er bei mehreren in diesem Jahre besonders auftauchenden hochwichtigen Momenten die Würde der City, unbeschadet der Verschiedenheit der Confession, ehrenvoll und mit vieler Umsicht vertreten habe. Bemerken wir auch, daß nach einem Berichte der Times, der Kaiser der Franzosen dem englischen Gesandten zu Paris den Wunsch ausgedrückt hat, Herrn Salomons durch einen hohen Rang in der Ehrenlegion auszuzeichnen. Dieser Wunsch scheiterte jedoch an dem in England bestehenden Gesetze, nach welchem ein britischer Untcrthan einen auswärtigen Orden, es sei denn für militärische Dienste, nicht annehmen darf. Daß die Türkei hinsichtlich der Emancipation der Juden vielen gebildeten Staaten Europa's vorausgeeilt sei, wurde im vorigen Jahrgange dieser Monatsschrift berichtet; und wie bedentungsvoll ist die Erwiderung des Sultans auf den, von Herrn A. Cohn für die durch den Hatti-Hamajuu ausgesprochene Gleichstellung ihm dargebrachten Dank: ״Ich habe nur meine Pflicht gethan." Zu bedauern ist, daß, wie öffentliche Blätter mittheilten, die Griechen zu Constantinopel die durch den gedachten Hat auch ihnen gewordene Gleichberechtigung zu grausamen Beleidigungen und Mißhandlungen deL Juden benutzen und diesen die frühere drückende Herrschaft der Türken wünschenswerther machen, als die allgemeine mißbrauchte Freiheit! Auch in Rußland scheint für die Juden eine bessere Zeit anbrechen zu wollen. Alezander II. ging schon vor seiner Thronbefteigung der Ruf der Milde und der Sanftmuth voraus; und dieser Ruf hat sich wie in mehreren Negierungsacten auch in mancher Maßregel hinsichtlich der Juden bewährt. Die Kinder werden nicht mehr ihren Eltern entrissen, um in Militärschulen untergebracht zu werden.— In Moskau unterlagen die die Messe besuchenden Inden — ein bleibender Aufenthalt ist ihnen daselbst nicht gestattet — der ungemein beschwerlichen Beschränkung, nur in einem ihnen angewiesenen Hause für schweres Geld wohnen zu dürfen. Diese harte Maßregel ist seit dem Regierungsantritte des jetzigen Kaisers aufgehoben, und können die Juden in der ganzen Stadt ihr Absteigequartier nehmen. Daß die Inden in den Vereinigten Staaten Nordamerica's die ausgedehnteste bürgerliche und politische Freiheit genießen, ist bekannt. Auch in Lentralamerica bereitet sich ihnen

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