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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 1 · p. Seite 17

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 1
Date
1857-01-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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1 r Cu lt ns hingestellt werden, grade um darzülegrn, daß׳ man hieriü das alte Schisma aufgegeben habe. Daß man jedoch den damaligen Tempel zu Jerusalem nicht als den wahren Ausdruck des Nationalheiligthums anerkannt wissen wollte, zeigen die wieder« holten Hinweisungen aus eine neue Schöpfung, auf ein neues Zion zur Heiligung der Erde (II:241-׳), die damit in Verbindung gesetzte Verheißung, daß ״ alle Lichter erneuert Werden , zur Heiligung und zum Frieden und zum Segen für alle Auserwählten Israels" (IL 233.), worin aus eine Vereinigung oder Verschmel« zung der verschiedenen Secten in Israel nicht undeutlich angespielt ist. Die Andeutungen aus einen Nachkommen Jehuda's beziehen sich, wenn es nicht spätere Zusätze sind, nicht aus die Vergangenheit (involviren also nicht eine Anerkennung des davidischm Reichs), sondern aus die Zukunft. Dem Jehuda wird, obgleich er ebenso wie Rüben nicht ohne manche Gehäßigkeit geschildert ist (vgl. m. Schr. S. 7. u. 73), doch neben Levi und Joseph eine bevorzugte Stelle unter den Söhnen Jacobs angewiesen, weil dieß eben Thatsache war und, wenn eine Fusion mit den nicht samaritanischen Juden bewerkstelligt werden sollte, nothwendig geschehen mußte. Joseph bleibt dagegen itt seiner Bevorzugung, wie ach es schon in m. Schr. an mehreren Stellen und in gegenw. Aussatze oben gezeigt habe; der Versöhnungstag ist sogar als Trauertag wegen Josephs Verkauf installirt! — Daß aber Jehuda nächst Levi von Isaak gesegnet wird, mag im B. d. I. wohl grade darum hervorgehobcn worden sein, weil Jehuda's Vorrang von den Altsamaritanern bestritten ward. Jedes Bestrittene oder Angezweifelte bedarf um so mehr der Befestigung (ein Grundsatz, der auch im Talmud Geltung findet רבךי חפמים צריכיץ חזוק). Die Wiedereinsetzung Jehuda's in seine von den Juden ihm gegebene Stellung mußte darum aus irgend eine Weise besonders documentirt Werden. Dießgeschieht jedoch nicht durch Mittheilung der Worte Jacobs an Jehuda Gen. 49 , 8 u. f., weil diese Wohl bei den Samaritanern zu viel Anstoß erregt haben würden: von dem letzten Willen Jacobs wird weiter nichtsmitgetheilt, als daß er dem Joseph 2״ Th e ile in dem Lande" und dem LM alle seine Bücher und die Bücher seiner Väter" gab. (Ew. III. 64.) Von Jeh-U-da ist hie'rbeikeine Re dp. Levi als Ahn des Priesterstammes ward aber Mch vvn den SatNaritaner-nhächgehalteN. Die paritätische Hal- Beäuge zu FrMbls'Monatßfchn'st ISS7 Zanmr- Heft. 2

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