Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
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13 der östlichste Theil Egyptens; wie kann da unter ״ Berg des Ostens " Leontopolis verstanden sein? Will man also unter diesem ״Berg des Ostens" nicht etwa einen Berg in Ostasien suchen, da Indien im B. d. I. (II., 252) ״Land des Ostens" genannt wird, so ist die in m. Schr. S. 75 aufgestellte Meinung immer noch wahrscheinlicher, wornach hierin eine verhüllte Anspielung auf den Berg Gerisim sein könnte, der im Verhältnis zu Sinai östlich genannt wird; um so mehr als die Vierzahl der heiligen Oerter an eine samaritanische Auslegung erinnert. Das B. d. I. benennt demgemäß die als bestehend anerkannten heiligen Oerter nach ihrer Lage von Osten nach Westen zu, Eden, Gerisim (?), Sinai und erwähnt sodann erst Zion, da Solches erst in der Zukunft ״geheiligt werden wird in der neuen Schöpfung zur Heiligung der Erde," womit auf die zu bewirkende Religionsumbildung hingedeutet werden soll, vgl. nt. Schr. a. a. O. und weiter in Verfolg dieses Aufsatzes. Die Anhäufung von Legenden über die Urväter u. s. w. soll (nach Hrn. Vrf. S. 396) deßhalb erfolgt sein, um der in Alerandrien aufgekommenen idealen und symbolischen Auffassung der biblischen Erzählungen entgegenzutreten. Diese Auffassung war aber mehr unter den Gelehrten und den mit griechischer Bildung vertrauten Individuen eingerissen, weniger im Volke. Der ganze Plan und Inhalt des B. d. Jub. zeigt hingegen, daß es ein Volksbuch sein sollte; dazu bestimmt, die minder Eingeweiheten belehrend zu unterhalten und hauptsächlich die vielen Neujuden und Proselyten der niederen Volksklassen beim Judeythume zu erhalten, durch abschreckende Strafen von Rückfall und Ausschweisungen abzuhalten, wie Ließ in m. angezogenen Schrift weiter ausgeführt wurde. Wie mochte die specielle Nomenclatur der Frauen und Verwandten der Erzväter k. vor Symbolisirungen haben schützen können? Man würde auch diese Ausschmückungen sym- Lolisch aufgefaßt haben, wenn man sich nicht scheute die Realität der bibl. Personen hinwegzuleugnen und in Allegorieen aufzulösen. — Dahingegen konnten Angriffe von außen gegen die historische Vorzeit des jüd. Volks wohl durch größere Specialisirung der Urgeschichte abgcwendet werden. Vgl. m. Schr. S. 76. Heiligthum und Opfer sind (nach der Meinung d. Hrn. Vers. S. 396.) dem Verf. d. B. d. Jub. darum hochgestellt und er führt letztere, so wie auch den Ursprung der Feste und deren Opfer auf die Patriarchen zurück rc,, weil er ein Priester zu