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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 1 · p. Seite 8

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 1
Date
1857-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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$ wie der Hr. Verf. sagt, zur Verherrlichung des Gegenstandes von der Halacha ab, in solche Unkcnntniß verfällt er nicht. Und wo läge hier die Verherrlichung? — Pseudojon. ist also ohnstreitig hier irgend einer in unfern tradirten Schriften sich nicht vorfindenden abweichenden Praris gefolgt, die bei Samaritanern sind Karäern so wie hier im B. dl Jub. angenommen ist. ' Aus der im B. d. Jub. vorkonimenden Anhäufung von Opfern (vgl. auch m. Schr. S. 34, 42, 57), ingleichen aus den in demselben sehr geschärften Strafen gegen gewisse Verbrechen (Uebertretung des Sabbaths, Unterlassung der Beschneidung, Blutgenuß, Vermischung mit Heiden u. s. w. vgl. m. Schr. S. 57) wiy der Hr. Vrf. schließen, das B, d. Jub. müsse einen noch bestehenden Opferdienst Und Tempel im Auge gehabt haben. Da llbrr manche in dem B. d. Jub. angegebene Normen hierbei von den im jerus. Tempel beobachteten Vorschriften diffenren, so könne dieß kein anderer als der Oniastempel zu Leontopolis in Egypsin sein, wobei der Hr. Vrf. auf seine Andeutungen über den Oniastempel in dem Werke ״über den Einfluß der Palast. Eregese auf die alerandrinifche Hermeneutik" S. 157 und in d. Monatsschr. 1. Zahrg. S. 275 sich bezieht. Bei der Annahme, daß das B. d. Jub. in Egypten verfaßt sei, wäre eine solche Hinweisung auf den Oniastempel an sich vielleicht nicht zu verwerfen und würde sogar /!unter manchen Voraussetzungen meine Conjectur ergänzen. Allein die von dem Hrn. Vrf. aus dem B. d. Jub. für diese Hypothese beigebrachten Momente sind zu wenig entscheidend und manche von ihm nicht berührte Stellen eher dagegen sprechend, um zu einer solchen Schlußfolgerung mit Sicherheit zu gelangen. Dieß um so mehr als das ganze Verhältniß des Oniastempels, der dasige Rituö, ob Priesterschriften daselbst verfaßt wurden u. s. w., noch eine ganz dunkle Parthie ist und was der Hr. Vrf. S. 397 u. f. Parüber vorbringt, erst von ihm selbst in den Sinn mancher Stellen des B. d. Jub. hineingelegt und daraus gedeutet wird. Manche^S.^390 u. 391 ausgestellte Vermuthungen, die auf den Oniastempel schließen lassenübergehend, weil es eben nur Vermuthungen sind, muß ich bei dem Folgenden etwas länger verweilen. Nachdem der Hr. Verf. das schon in m. Schr. S. 63 angeführte Motivs weßhalb die Einführung eines selbstständigen Ka-

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