Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Paraphrastische der arabischen Übersetzung des R. Saadia Gaon
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 3)
- Language
- German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 25 zu erklären sei: 1׳x1 היה p אמר הגאון כי פירש ויאמר כמו וירצה ואלו להיות אור ובו'. v. IV. למא עלם אללה אן אלנור גיר פצל אללה בין אלנור ואלטלאם In dem Varianten-Verzeichnisse bei Walton a. a. O. findet sich: ופצל, und wird daselbst richtig bemerkt: Uhcle patet, verba sie distinguenda ״ .פשא אללה אן יכון גור פכאן נור למא עלם אללה אן אלנור גידAlso Gott wollte es werde Licht, und cs ward Licht als Gott erkannte daß das Licht gut sei", und nun beginne mit ופצל ein neuer Satz. Nach dieser Variante, die in Beziehung ans den Sinn als sehr wichtig zu betrachten ist, würdedie Einwendung des Nachmanides gegen die Commentationen von Raschi und Jbn Esra, die allerdings in Betracht ihrer Erklärungsweise gerechtfertigt erscheint, hinwegfallen; die Frage, die zwar in recht philosophischem Geiste gehalten, nämlich: יראה p שאם כענין המלכה ועצה חדשה וכד כענין באדם שלא ידע טיבו של דבר ער היותו nicht mehr stattfinden können, und man wäre nicht eininal aus diesem Grunde zur Statuirung des von ihn: beliebten Unterschiedes gezwungen, unter ״Sprechen" nämlich den Uebergang von der Möglichkeit zur Wirklichkeit, und unter ״Sehen" das Wohlgefallen an den: Fortbestände zu begreifen. V. Y. Nicht das Licht nannte Gott Tag, nicht die Finsterniß Nacht, sondern die Zeit des Lichtes wurde Tag, die Zeit der Finsterniß Nacht genannt; und so drückt sich auch hierüber Nachmanides aus: Die heilige Schrift wolle damit sagen, daß die Zeit geschaffen worden sei, und er habe das Maß des Tages und das Maß der Nacht bestimmt, und die Benennung will hier andeuten, daß diese Schöpfungen, welche vor dem Entstehen des Menschen existirten, ihren Namen von: Höchsten empfingen, während den späteren Schöpfungen der Mensch ihren Namen ertheilte. Am plausibelsten erscheint aber, unter dieser Namengebung nur die Abgrenzung zu verstehen, welche bei ihrer Gestalt- und Formannahme uothwendig entstanden: der Tag die Lichtdie Nacht die Finsternißgrenze. Nichts anderes beabsichtigte Saadia mit seiner Paraphrase: וסמי אללה אוקאת אלנור נהארא ואוקאת אלטלם לילא וקח Plural: אוקאת ein Zeittheil, daher וקתא einst. Y. Y. ולטא מצי אלליל ואלנהאר יום ואחד. Die Paraphrase verdeutlicht den Sinn des Verses. In demselben ist ferner eine sprachliche Bemerkung Reggio's in seinem ,,La legge di dio ossia il Pentateuco tradotto in lingna italiana“ höchst beachtenswert!). Er sagt: Der Hebräer gebraucht den Ausdruck יום in dreifacher Beziehung, erstens für einen Tag von Abend bis zum Abende, wie in dem Schlußsatze hier; zweitens für eine Zeit von vier und zwanzig Stunden, wenn