Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Das Paraphrastische der arabischen Übersetzung des R. Saadia Gaon
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 2)
- Language
- German
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u Wissenschaftliche Aussätze. obruta man. Conj. X א3!ת?1הך alte demersus fuit. Ganz wahrschcinlich hat Saadia das erste hebräische Wort in der Bedeutung von Abgrund genommen, wahrend doch Letzterer einen anderen dritten Nadicalbuchstaben besitzt, und nichts anderes wollte Jbn Esra andenten mit seiner Bemerkung: אמר הגאון תהו?מהוא מתהום וזה לא יתכן כי מ״ם תהום שרש כמ״ם הרום. Obschon aber dieser tiefe Sprachforscher die grammatische Herleitnng des Wortes verwarf, so scheint er doch dem Geiste jener gaonitischen Itebersetzung nicht ganz fremd geblieben zu sein, und seine seine hebräische Diction gibt beinahe eine wortgetreue liebertragung des arabischen Ausdruckes. Saadia's grammatische׳ Auffassung wurde wahrscheinlich von folgendem Satze (vgl. die Varianten in Waltons Polyglotte Th. 6) veranlagt: וטלאם עלי וגה אלגמר ולגמור. ■V. 11. וריאה אלאלה תהב עלי וגה אלמא. Vielfach sind die Meinungen über den Sinn dieser Bibelstelle getheilt. Einige verstehen darunter den den: Ilrstoff — unter dem Bilde des die Naturkraft und Naturwirkung in alle seine Theile zugleich ausnehmenden Wassers — Qualität verleihenden göttlichen Geist-Willen. Andere verstehen darunter den Wind, dem wegen irgend einer Eigenschaft das Attribut des Göttlichen beigclcgt wird, oder wie Jbn Esra meint weil er auf den höchsten Willen die Botschaft versah, das Gewässer auszu'trocknen. Die erstere Ansicht fand in dem bcigcgebenen Zeitworte ihre Bestätigung, denn beim Winde wird das Wehen entweder durch נשף L. B. M. C. 15 oder durch גשם wie Psalm 147, 18 bezeichnet. Saadia neigt sich zur zweiten Ansicht und bedient sich zum genauer» Ansdrucke dieser Auffassung des Plurals, damit auch unter seinen Worten nicht, etwa eine göttliche Kraft verstanden werden dürste, welche Bedeutung" der Singular dieses, arabischen Substantives Wohl zuließc, siehe Freytag's Lexic. Tum usu metaphorae voci tribuuntur significationes: 'Victoria, Potentia, robur, Misericordia, Auxilium, Imperium. Durch die Mehrzahl bezeichnet er deutlich ״die Winde Gottes". ריה Plural: ריאה אריאח ארואח, dem er das passende Zeitwort zugesellt הם flavit ventus. V. III. Nachmanides will hier das ״Sprechen" Gottes so viel bedeuten lassen als ״Wollen", da beim ewigen Geiste ein eigentliches Sprechen nicht gedacht werden kann, und in diesem Sinne nimmt es auch Saadia's Paraphrase: פשא אללה אן יכון גור פכאן גור, er gebraucht das Zeitwort שיי, dem tritt übrigens Jbn Esra förmlich durch den Einwand entgegen, daß in diesem Falle statt יהי hätte להיות stehen müssen, und glaubt daß das Wort in seiner ursprünglichen Bedeutung, auf eine ohne Mühe und Anstrengung erzeugte Schöpfung hinweisend,