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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 1 · p. Seite 27

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 1
Article
Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung
Date
1854-01-01
Page
Seite 27 (sequence 14)
Language
German
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•No Houcro iiififil'0 Vitovatur und il'vo 3'ofontuniV 27 als! dcsfkn reflclmäjiifleri eine fvötorc- Mi sch na <3 .1ן«ט am. Ucoba und V. Hclln zu Vlbor ,V. 21.1 ba-S 5. Vol'Ciu'jahv fent. — In Palästina. ivo die O'nmwnmg an die im rempel dargtbrachum Cpfov nach lange sich lebendig eiliielt, pflegte man niil dem dritten Buche Piano, worin die vorzüglichsten 'Be-- stiinnillngen wegen der Bpser enil,alten sind, den Unterricht zu beginnen. Man knüpfte daran den geniütbvallen Tpruckw ..Rein [in fr. die .st in der. rein waren die Bpfer, so mögen Reine niit dem Reinen sich beschäftigen' «Wasikra. rab. c. 7.). — In anderen (stegenden mag!edoch diese Litte nicht üblich gewesen sein und kam erst im Piitkelalter auf; man begann vielmehr gewöhnlich mit dem ersten Buche Moste. — Os scheint auch als habe man schon damalo beim .stinderunterrichte auf den betreffenden Wockmiabschnitt, der jeden Labbat in der Lunagoge vorgelesen wird, Rücksicht genommen; die Jugend mufte sich dieseir Abschnitt, nach seinen einzelnen Abtheilungen, genau einprägen und Repetitionen fanden selbst am Ireitag Abend stark <Labbat II a. u. Raschi'ö erste!Erklärung bof.s>. stnaben tvurden sowohl zum öffentlichen 'Portrage alö zur Uebersepnng aus dem Pentatenche in der Snnagoge zugelassen kM. Megilla IV. 6.1, welches für die häufig vorkoinmende Befähigung dazu spricht. — Der Unterricht erstreckte sich iliebt blas auf die mosaischen Lchriften, wie ein späterer Autor glaubt tRaschi z» Kidduschin :10 a. vgl. dagegen Joel Sirks ztl Tur Iore dea Liäf. sondern umfaßte wahrscheinlich alle Theile der heil. Schrift; das vielfache Recitircn von Bibel versen aus nichkpcntateuchischen Büchern, welches der Talmud .stindern so häufig in den Mund legt, gibt die Belege hierzu. Der Brauch Knaben am Sabbakh aus deir Propheten vorlesen zu lassen, ist auch ein sehr alter. Da das Bordeten vor der Di»׳ jeruf. ©cnuira scheint jedoch der zweite» Erklärung Raschi'ö t'eizupflichlcn. ist »Uso nicht der Borbeter, sonder» der Kindcrlebrer und cd braucht sich die Repetition daher grade nicht auf den Wochcnabschiiiit der Snnagogc zu beziehen. Einen psuchologischen Blick in daö Kinderlcbcn wirft die von der jerus. Memara das. angegebene Itrsache, waruni z»׳ar die Kinder am Freitag Abend bei den! pichte lesen dürfen, nicht aber der pehrcr? Weil cd den Kinder» , erwünscht ist, wenn daö Pichl verlöscht <sie brauchen, dann nicht mehr zu lernen, werden also die Flamme nicht zu vermehren suchen), nicht aber dem Lehrer (bet daher die Flamme durch Neigung deö Oclö >rnfachen würde).

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