Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 13)
- Language
- German
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2<'> Mo neuere iiitifd'0 ititcviUur und ihre Bedeutung. (2ucoa l. c.). Die v'lueiibuiifl her rituelle» (Gebote warb il>ne» bicrhmi) (»r tbenren ',Ungetoöhming, »0» der sie dann 1v>a[j-־ re»d ihrer ganzen 'Jobeno^eit nimmer lasse» machte». Aber ma» beschränkte siel) daraus »ichi: die :)teligion fall re der ',»genb nicht blad (»eioobnheit fein, in ihre» (׳seist füllte sie »ach und »ach eingehe» und von ihren« Sitlengesepe durchdrungen werden. Schon de» erste» Unterricht im Alphabet und im l'efen be׳ nutzte man dazu. Ni«1)t allein um de» Bindern die Bennttiis; des Alphabets aus leichte Weife bei,nbri11gen ,',l wurdeil die einzelnen Buchstabe» uad) Ausspra«che. ,vornr und Auseinander׳ folge in sinnreicher '•Weife gedeutet, sondern ha umsächlich aneh um der zarten Jugend hierbei sagleid! die wi«s.)1igsren Siebes׳ psliditen gegen Mitmenschen, die hoben Eigenschaften des all׳ gütigen Gottes. die ','ehre vom einige» 'u'iifeito nab mehrere andre Neligionswahrheiten einzriprägen. ico sagte man z. B. den.»inder» ..warum folgt ans א <d. h. lerne») der Buchstabe :!Ansangsbuchstabe von Binah, d. i. Bernunft, liinficbt)? Dies will sagen: lerne mir Ginsicht, Aufmerksamkeit!! Warum folgt aus .׳> Ino» gamal, erzeigen, wählthneu! das "! (Daleth von Dai. Armer)? ^ei wohlthätig gegen die Armen! — Warum neigt sich der alt» des .׳׳ zu ד hin? U111 anzudeuten, daß man dem Armen nachlausen müsse, um ihm Gutes zu eigeigen. — Warum neigt sich aber ר etwas nach .ו hin? Der Arme möge auch nicht tu abstosiend gegen den Geber fein. — 'Warum ist jedoch 1 nach .׳. hin geschlossen? Weil man dem Annen heimlick (d. i. bei geschlossenen T hären) geben!oll." — Die Deutung wird dann also sorrgeseizt: ״Thnest du dieses (bist wohlthätig) so wird Gott (־in, die im Namen Gottes enthaltene» Buchstaben) dich nähren (1. von san). dir günstig sein (n von Ghen, Gunst) und Gutes (ll. An sangsbuchstabe von lob. gut) dir er- ,eigen u. s. w. (Labbar JO-'i a.) Aus diese und ähnliche Weise wurden auch die übrigen Buchstaben nach Maßgabe der jugendlichen Phantasie religiös-moralisch gebeutet und von einige» der berühmtesten Talmudlehrer wird erzählt, daß sie hiervon die ersten Iugendeindrücke empfangen hätten (Hieros. Megilla I, u. Ber. rabba e. 1.). — Man schritt svdann zum Unterrichte in der heil. Schrift. 7) Agl. Analeklen von Iellinel, vor. Zahrg. S. 4L9.