Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 10)
- Language
- German
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Di« neuer« jüdische Literatur und ihre Bedeutung. 23 gionsgesenes »ntenichkei wurde t>»d man hierbei die überliefeiten Bestimmungen. ohne Discussion und binwendnng wie in späterer Zeit, sondern in rnhigem Bonrage gemächlich mittbeilke. Die,) mögen die ״bschtoloi" «von! gr. 27^, lat. scholul gewesen fein, deren Auflösung im Amioclusche» 'Bersolgnngsknege die Mischna beklagtU. — Nach manchen Mittheilungen des <^esä>1chtschreiber Zoseplms waren übrigens sehr viele Zuden mit den wesentlichsten Grundgesezcen der mosaischen Gottes- und Pflichlcnlchrc dekannt und batten in den heiligen Büchern Unterricht erballen.— Wurden zwar die halleren Lelirschulen, obwohl durch 3ectuerei und Berfalgungen zuweilen geschlassen, nach nicht gar langer ,)eit wieder eröffnet, so scheint bingegen der religiöse Unterricht der )linder erst kurz vor dem Sturze des Tempels eine regelmäßige Organisation erhalten zu baden. Hatte allerdings der alte patriarchalische Brauch, waruach die bltern selbst ibre )linder in den Elementen der tlieligian unterwiesen, wie wir bereits gesehen, längst ansgebört ausschließliche Sitte zu sein; gab es vielmehr, wie ans der Zeit des zweiten Tempels van der Hauptstadt Jerusalem erzählt wird, besoudre Kinderlehrer, denen man den Zugendunterricht übertragen konnte, so war es doeb einem jeden Batet anbeimgestellt, ob et hiervon Gebrauch machen wallte. Ba teil ose Waisen entbehrten allen Unterrichts. Zn den Provinzen gab es gar keine vder doch nur wenige Zugendlehrer. Wo sie vorhanden waren, bediente sich ihrer gewöhnlich nur die schon erwachsenere Jugend, welcher der geringste Auslaß mit dem Lehret genügte, um vom Unterrichte wieder fern zu bleiben (Baba batra 21 a.). ES zeigte sich mithin daß jene erste Anordnung, wornach die Kinder überhaupt Lehrhäuser besuchen sollten, welche nach einer Angabe von Simon benSchetach herrührteZ) ungenügend gewesen war. Rohheit und Unwissenheit nahmen daher im Bolke überhand, selbst der Priesterstand war nicht davon ausgeschlossen und es gab viele Hohepriester, die nicht 5) Vgl. auchN.apoport מלין *py v. אשכולות. Obige dtf(«Tung würde zugleich der Deutung der Geinara Temura 15, b. und den Worten Nascht'- lSota 47 b. zu Ende) entsprechen. 6) Dgl. btLn. Ketubot c. 8 ad fin. und Frankel vor. Jahrgang dieser Menatsschrift S. m. Anm.