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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 1 · p. Seite 17

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 1
Article
Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung
Date
1854-01-01
Page
Seite 17 (sequence 4)
Language
German
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17 Sit! tmicvc jüdische Literatur und ibrc Bedeutung. Gehen wir auf den Ursprung des israelitischen Stammes, ans Abraham zurück, sa findet man bereits in den Worten der Genesis, welche seine Erwählung vorzugsweise begründen, den hohen Werth und die Wichtigkeit eines alle!heile der Gottes- und Pflichtenlehre, wie wir sie unseren Kindern noch hentgitage einprägen, umfassenden Unterrichts mit Klarheit ausgesprochen. ״Ich habe ihn zum Freunde erwählt (auserkoren) — spricht Gott «Gen. >8. 10.) — weil er seinen Kindern und seinem ganten Hause nach ihm gebieten werde, den Weg Gottes zu beobachten (Gottesfurcht und Gotteskeuntniß), Tugend i-sedakah, Pflichten der Liebe) r>»d Gerechtigkeit (Mischpat, Pflichten des!)ieebtsl zu üben." — Eine tradirie Sage läßt die Erzväter eine» großen!heil ihrer Iugendjahrc in den Lehrhäusern Scin's (Sohn Noa'sl und Ebero (des Stammvarers der Hebräer) bringen, um von diesen als Propheten und fromme Männer hochverehrten Patriarchen') in der Gotteslehre unterwiesen t>nd zur Zuchr und Sittlichkeit angeleiret zu werden. Diese Lehren pflanzten sie dann unter ihren Nachkommen weiter fort. To wird von Jakob erzählt, daß er die ihm überlieferten Lehren besonders seinem Sohne Joseph mittheilte. Die mosaische Gesetzgebung verwandelte, >vie wohl so manchen alten Brauch der Bätcr, auch die Iugendbelehrnng in ein positives Gebot und setzte über dessen Ausübung Nähered fest. -Aus dreifache Weise oder in dreierlei Abstufungen sollte die Jugend in der Gotteslehre unterrichtet werden: im engen häuslichen Kreise, im weiteren Familienzirkel und in öffentlicher Bersammiung. Erstlich ward es jedem Vater zur Pflicht gemacht, die wesentlichsten Grundsätze der Religion, ״Anerkennung der Einheit Gottes, Liebe zu ihm und Aufopferung für ihn verbunden mit den wichtigsten Sittengesetzcn und Beobachtung der dahin zielenden Eeremvnien," den Kindern!»Auch die arabische und moslemische Sage sichet in Eber (Hu d genannt, von ״Iehud" als Stammvater der Juden, wie Geiger: ״Was hat Moham. aus dein Iudernh. ausgenommen S. 114" glaubt) einen Propheten, der durch seine Vorträge bessere Cirfciuitnif; von Gott zu verbreiten suchte. S. Herbelot, Lik!, orientale s. v. Houd. —- Da Sem für identisch mit Melchisedeck gehalten ward, und es von diesem heißt, und er war Priester des höchsten Gottes (Gen. 14, 18), so lag es nahe ihn ״den Vater aller Söhne Ebers" (Gen. 10, Ll) als.ersten Lehrer darzustellen. Frankel. Monatsschrift, III, 1. 2

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