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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 1 · p. Seite 34

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 1
Article
Die Essäer nach talmudischen Quellen
Date
1853-01-01
Page
Seite 34 (sequence 5)
Language
German
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34• Misser!schastliche Aufsätze. auch an einer andern Stelle einen א<לישע בעל מפיס (Schabbat 49. 130). Der babyl. Tabu, gibt zu obiger Beraita gar keine Erklärung, und ״Elischa der Keuasajimmann" faßt er hagadisch auf (Schabb. a. a.O.). Der jcr. T. hat in einer einigermaßen dunklen Stelle folgende Erklär rung zu dieser in etwas veränderter Gestalt von ihm angeführten Beraita: ״Kenafajim ist die Fernhaltung von mittelbarer Berührung.an Nureinem, Taharot die Fernhaltnng von levit. Unreinheit, die unfähig zum Genüsse der Zehnten (der Hebe ff. vgl. Skizze S. 451) macht" 8). ״Kenasajim" scheint ein Ordensausdrnck; Gesellschaften mit verschiedenen Rangstufen haben für diese nicht selten Benennungen, deren Sinn nur ihnen bekannt ist. Doch dürste nach der vom j. T. gegebenen Erklärung auch die Bedeutung des Kenaf. begreiflich werden: diese Stufe ist Fernhaltung von der mittelbaren Berührung (so z. B. der mit dem Fluß Behaftete — זב — sitzt an der einen Seite eines schwachen schaukelnden Breies und der Reine setzt sich an die andere Seite desselben u. dgl. m. vgl. Sabim 6. 2 ff.), also nur eine leise Berührung, gleichsam wie die des Vogels mit seinen ״Flügeln". — Auf dieser untersten Stufe mußte der Chaber einige Zeit (vgl. Bechorot a. a. O.) verbleiben, und wollte er nach dieser Zeit nicht über diese Stufe hinausgehen, so wird er auch schon als Chaber betrachtet: ״nimmt er nur auf sich Kenafajim, so nimmt man ihn auf" sagt die Beraita, und auf dieser Stufe stand der im Talm. vorkommende Chaber. Diese Stufe durste aber nicht übersprungen werden: daher ״hat er auf sich Taharot genommen und nicht Kenafajim", d. i. wurde die erste Stuft übergangen, so ist die Ausnahme ungültig. Joftphus hat zwar vier Stufen für den Efsäer, und es wurde (Skizze S. 451) nachgewiesen, daß seine Angabe ganz in der Mischna Chagina 18 begründet ist. Allein die Beraita will nicht bis zu der höchst seltenen vierten Stuft (טהרה חטאח), und auch nicht bis zu der seltenen dritten Stuft (טהרה קודש, Reinheit für Opfergaben und Opftrstücke) hinaufsteigen: auf diesen befanden sich, wie auch 8) jer. Tatm. Demai 2,3: תגי מקריבין?2נגפים ואח״נ מלמדין?2מחרות אמר ר' יצחק גר?2עזר בגפיים מרפות וחמטות מחרות מעשרות . Der Sinn ist folgender: R. Jizchak erklärt das נגפים und מחרות' der vorhergehenden Beraita: נגפים״ ist מרפות מרף . "וחמימות ist nach der ausdrücklichen Erklärung des Talmuds Nidda 4 eine an sich leichte levit. Unreinheit. חמימות stehet ebenfalls nicht ausdrücklich in der Schrift (manche Art wird auch wirklich ganz für rein gehalten, vergl. weiter).'׳-(Dieses also נגפים: der Chaber auf der ersten Stufe muß auf sich nehmeyffsich auch von מרפות וחממות fern zu halten. ,,Und מחרות der Beraita ist מעשרות " hier muß. er sich fern halten von dem, was zum Genüsse der Hebe und Zehnten unfähig macht; vgl. Sabim 5, 12׳. vgl. folg. Seite. Der Ausdruck מעשרות ist häufig die Benennung für alle Heben überhaupt, vgl. R. £. Heller Demai 4,1. vgl. auch Para 11, 5.

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