Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 3)
- Language
- German
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Necensionen und Anzeigen. 27 obigen 4 Namen der Vortragenden Personen, welche Schemoi rabba c. 40 (und an noch einigen vom ersten Editor genannten Stellen) dem Propheten Elias beigelegt werden, vermuthet Hr. I. daß der in der ersten Halste des 12. Jahrhunderts im südlichen Frankreich lebende R. Jakob Nasir, den insbesondere Isaak von Aeco (Meirath Enaim MscrL.) als unmittelbaren Empfänger der Geheimlehre vom Propheten Elias angibt, Autor des vorliegenden Tractats sei. Jakob'Nasir habe vermeint Ln seinen Visionen mit Elias zu-verkehren und darum seien Letzterem, nach seinen verschiedenen Namen, die einzelnen Theile dieser Abhandlung in den Mund gelegt. Unterzeichneter hat allerdings Anmerkung XXXVIII. S. 68 des oben angeführten Merkchens den Ausdruck ״daß I. Nasir die Kabbala vom Elias empfangen habe" in anderem Sinne aufgefaßt, wornach also hiervon auf die Autorschaft dieses Tractats durch I. Nasir nichts zu schließen wäre, muß daher dahingestellt sein lassen, welche von beiden Meinungen die richtige ist. — In die ein- Leitenden Bemerkungen des Herausgebers ist S. 3 noch die Sefira ״Basis" (יסור) nachzutragen. — 2) ס' העיון . Das Buch der Intuition, angeblich von einem Chamai Gaon, von dem noch einige, S. 8 86(j. ber deutschen Ein- 'Leitung verzeichnete kabbalist. Schriften herrühren sollen. Dieses blos 3-J Druckseiten umfassende Stück, wovon Schem Tob im ״Emunot" bereits ein Fragment mittheilt, das auch Warschau 1798 edirt ist, enthalt/nach einer kabbalistisch-metaphysischen Einleitung über das Wesen Gottes vor und nach der Schöpfung und Desinirung seiner Allwissenheit und wie man solche erfassen soll, ein philosophisches Gebet (der ״Königskronc" des Jbn Gebriol in manchen Bildern ähnelnd), das die 4., 5., 8., 15., 16. und 19. unsrer täglichen Benediktionen ergänzt und snblimirt, und worin die Sefirot zwar nicht eigentlich angerufen (wie der Herausgeber S. 11 sagt) aber doch als Qualitäten und Kräfte hingestellt werden, die Gott emanirt habe und in deren Berückfichtigung (זכות) Gott unsre Wünsche erfüllen möge. Hr. I. hält dieses Stück für eine aus der Schule N. Isaak des Blinden (gegen Ende des 12. Jahrhunderts) hervorgegangene Arbeit. Analog der sinnreichen Conjectur des Herausgebers (Seite 14 Anm. 19), wornach das Buch Bahir von N. Isaak dem Blinden redlgirt sei, möchte ich ihm auch das Buch Jjun zuschreiben, ״da Chamai" wohl so. viel als ״der Sehende" bedeutet, euphemistisch für ״der Blinde". Wenn R. Chamai identisch mit dem von Asulai (Waad II. ^)angeführten R. Chanunia wäre, wie Hr. I. S. 16 Anm. 5 einen Augenblick glaubt, so gibt das einen neuen Beweis ab, daß unser Buch Haijun nicht von ihm sein kanu, denn A. Chanunia war nicht nur aus Je-