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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 1 · p. Seite 12

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 1
Article
Jahresschau
Date
1853-01-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 Jahresschau. dex,Juden haben in Sachsen eine würdige Stellung gefunden. Die Synagoge ist anerkannt, lind es trägt der Staat zu den Kostelt des Cultus und der Schule bei. Und wie sehr die Staatsrcgierung im Juden eine Confcssion finde und beachte, beweist der zu Ende des Jahres veröffentlichte „Entwurf eines bürgerlichen Gesetzbuches für das .Königreich Sachsen". Der sächsische Jude, der sich früher nur mit Schmerz an seine vaterländische Gesetzgebung erinnertenennt sich nun mit Stolz einen sächsischen Bürger. Sachsen hat wahrhaft gut gemacht, denn sein Wort ist ihm heilig: es würde, selbst wenn ein äußerer gebieterischer Einfluß sich geltend machen sollte, nur mit Widerwillen von seinem gegebenen Worte weichen. Die Wunden, die die Vorgänge zu Frankfurt a. M. schlugen sind zu neu, um Gegenstand der ruhigen Besprechung zu sein. Hoffen wir, daß die Gesetzgebung hier wie in Kurhessen einen Ausweg finden werde. — Daß auch Württemberg einen Rückweg cingeschlagen und Sj a nn o der einen solchen Versuch machte, gehört mit zu den traurigen Erscheinungen des Jahres. Wir werfen noch einen kurzen Blick über Deutschlands Grenzen hinaus. Holland bewahrt seit einer Reihe von Jahren dem Juden die vollständigste Gleichstellung hinsichtlich aller politischen ulid bürgerlichen Rechte, und zollt dem Cultus die ehrendste Anerkennung. Inden bekleiden in diesem christlichen Staate hohe Aemter, und es berief im vorigen Jahre das Vertrauen des Königs .einen Juden (Godcfroi) zur Uebernahme des Portefeuilles der Justiz. Derselbe lehnte bescheiden das Ministerium ab, behielt sich jedoch vor, seinem Vaterlande ferner als Deputirter nützlich zu sein. Die Juden Frankreichs haben zu wiederholten Malen aus dem Munde des Prinz-Präsidenten, jetzigen Kaisers Louis Napoleon, die Versicherung vernommen, „daß er die großen Principien von 1789 aufrecht erhalten werde". „Sie sind", sagte er zu dem Oberrabbiner Marx zu Bordeaux, dem er eigenhändig das Kreuz der Ehrenlegion überreichte, „in meinem Herzen ekugegräben." . Die Vereinig teil Staaten Nordamerika's waren im Begriff, einen Handelstraetat unter gegenseitigen gleichen Rechten mit der Schweiz eknzugehcn. Es kam hierbei zur Frage, wie es die Schweiz mit den Juden Nordamerika's halten werde. Sie ^MndHnchiHkelchberechÄguttgimit den einheimischen Juden zu. Sa man aber in Washington erfuhr, daß die schtveizer Juden

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