Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Jahresschau
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
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8 str Vielen gefährdet: durch die Offtilharnng, drrrch die umnittclbare göttliche Mittheilung wird sie gehoben, undWas Gott dem Menschen in die Brust geschrieben, das hat er durch sein geoffenbartes Wort ihm nochmals befohlen und zum Bewußtsein gebracht. Hhr Stach,, dessen Grundlage Sittlichkeit ist, verlangt daher .als. Bürgschaft Religion, .das Bekenutuiß der von Gott gchffenbarten Gesttze.der.^Sittlichkeit: .das. Wecisische, wie Gott sie geyKubart , in welcher Zeit, in welchem Raum, in welcher' Gestalt u. s. w,, gehört nicht mehr in sein Bereich. Wie kann daher je . auf dem Grund eines sittlich - christlichen Staates dem Juden,'der. doch eine solche Offenbarung aus der reinsten göttlichen Quelle, erkennt, irgend ein Recht streitig gemacht werden? Wollen jene Gegner vergessen, daß, wenn sie das Specistsche zum. Maßstabe der 'Gleichstellung nehme»:, hen Protestanten die Gleichstellung, in katholischen Staaten mit demselben Rechte versagt werden »miß, stvie sie sie dem Juden verweigern: und warum die chahstgen Klagen über Bedrückung der Protestanten von Seite der.,Katholiken?, Man fürchtet, wie ferner aus der-Denkschrift (S. 5. 6) hervorgehet, , daß, wenn man dein nichtchristlichen Princip Antheil. an der Gesetzgebung und obrigkeitlichen Vernvaltung ge-, stchtel^.deMAWsterithpme daraus, beim Volke Nachtheil erwachsen konnte. .Wir.wollen'nicht hier abermals hervorheben, daß mit gleichem,, ja, rnit aioch größerm Rechte katholische Staaten Protestanten . 'ebenfalls aus Besorgniß eines derartigen. Nachtheils den gedachten Antheil nicht gestatten dürften, eine Besorgniß, die hier 'gegründeter,^ als vom Protestantislnus unstreitig »nehr Gefahr, siir den Katholicisrnus , als demChristenthmn von dem ihmjuhit abliegenden Judenthum entstchm kann. Doch wir sehen MflHönsiqu'enzen:ah.und stellen nur die eine Behauptung ails, daß ,gerade dlirch jene vorn Staat gezogene Kluft das Volk dciü Ghristenthtitne, das der vernünftige Christ zur Ehre seines Glaubens verlangt, verloren gehe. Wir haben oben dem Nai-' ven her. BehariptuNg, daß man cs dem Juden gut meine und ihm. Alles, bis auf ciuzelire Ansnahmeu, wie Mitgliedschaft in dern Kammern und Beamtenthum, gonire, sein naives GpicgelbM gezeigt.',,Betrachten wir mm diese» Punkt nach seiner ernsten Seite. . Daß in jedem einer Coufession versagten Rechte eine tiefe Äerlctzung dieser Confession liege, eine moralische Beleidigung, die., je werther und thenrer das Bekenntniß, um so tiefer und nachhaltiger, gefühlt wird, bedarf für Den der irgend