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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1851-10-01 · Heft 1 (Oktober 1851) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 1 (Oktober 1851)
Article
Skizzen zu einer Einleitung in den Talmud
Date
1851-10-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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38 Wissenschaftliche Aufsätze. wurde von den auf R. Nissim folgenden Gelehrten bis zum 14, Jahrh. betrieben; N. Salom. ben Aderet und vielleicht sein etwas späterer- Zeitgenosse 9h Ascher Den־ Jechiel dürsten als die letzten zu betrachten sein, die selbstständig ihre Quellen aus den: jer. Talmud ableiten^). Von da ab erlischt das eigentliche Studium des jer. Talmud,: die Citate sind größtentheils nur aus früheren Autoren abgeholt*). Der jer. T. hat überhaupt aus die spätere Feststellung der religiösen Normen keinen hervorragenden Einfluß geübt (vgl. die Regeln bei Jad Maleachi 2. Abtheilung 2 —12, und auch nach diesen Regeln wird nicht striet gehalten). Nicht wenig mag hierzu beigetragen haben der von Al fast Ende Ernbin ausgestellte Satz: ״Wir verlassen uns ans unsere Gemara (den bab. Talmud), denn diese ist die spätere und sie (die Anorduer, Orten die fern siegenden Talmudstetlen, sonne Stellen, die sich nicht i m bab. T. aber im j. L. finden, eröffnen soll, llnd da wurde ihm doch das Studium des j. T. unerläßlich! 3) Der französischen Schule scheint der jer. T. erst spät bekannt worden zu sein. Naschi citirt ihn Zwar nicht selten; allein es zeigt sich mitunter, daß er ihn nur vermittelst anderer Autoren gekannt, vgl. Schabbat 92a Mischna, wo Naschi eine Stelle aus dem j. T. anführt, die er ״im Namen des N. Iizchak ben Jehuda gefunden, der sie im. Namen des 9\. Hai Gaon sagte." Diese Stelle findet sich aber (etwas verändert) im j. T. zu dieser Mischna. Tosafot eiteren sehr häufig den j. T. und zwar nicht nur ad Jocnui sondern auch an entfernten Stellen, und zeigen eine große Bekanntschaft mit ihm; aber sie scheinen den j. T. nur thetlwcise vor sich gehabt zu haben, vgl. Tosafot Berachot 38 h anfangs 1ה^2הא wo der st T. citirt wird und Losas. hinzufügt: '121 diese Frage wirft aber der j. T. selbst ad Ioc. auf und lässt sie unbeantwortet. (Ueberhaupt weicht auch hier der j. T. vom b. T. ab; was im b. T. die Meinung des ר׳נהמיה ist tut j. T. רבנן, und was Lm b. T. ^21 ist j. T. נהמי׳ '> Losas., die diesen Widerspruch nicht rügen, scheinen im j. T. wie im b. T. gelesen zu haben.) — Nicht minder auffallend ist Losas. Schebuot 23 a ans. zu Ende ,וע״יל דר״י יליף ובו׳ כדיליף בירושלמי וכו; der j. T. ->.1 1°c. verwirft aber dieses vgl. Pne Mosche, — Tos. Succa 44 a ans. והא wird eine Stelle eiftrt aus j. T. און מעמירין (muö heiße» ד ישמעאל vgl. das. zu A»- sang); diese Stelle findet sich aber in Succa ad Ioc. Im neuen Diccim! ר,זזutirn (5606) führt S. 15 H. Chastct viele Stellen aus früheren Autoren an, die heute vermisst werden; es wäre noch mehr aufmerksam zu machen gewesen, daß sich auch Stellen im heutigen st T. finden, die die Früheren, wahrscheinlich wegen mangelhafter Exemplare nicht gekannt haben. 4) N. I. Karo, der fast die ganze rabbinische Literatur in sich aufgenommen, zeigt in ב׳׳ס große Vertrautheit mit dem st T., die er aber größten- LheilS nur zu Nachweisen über die von Maimonides benutzten Quellen anwendct.

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