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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1851-10-01 · Heft 1 (Oktober 1851) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 1 (Oktober 1851)
Article
Schutzschrift des Josephus Flavius gegen Apion
Date
1851-10-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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16 Schutzschrist des JosephuS Flavius gegen Apion. Ucberlebenden neue Stammbücher aus den alten an, und erforschen die Makellosigkeit der geretteten Frauen. Denn ste wohnen Frauen, die in Gefangenschaft geratheu sind, nicht mehr bei; sie fürchten, daß, wie dieses oft, geschiehet, sie mit Fremden Umgang gepflogen"). — Das vorzüglichste Zeugniß aber der Sorgfalt (für die Auszeichnung) ist, daß unsere Hohnpriester seit zwei tausend Jahren mit ihren Namen vom Vater ans den Sohn ill den Stammtafeln verzeichnet sind. — Und wenn Jemand hiergegen fehlen sollte, so darf er weder zum Altar hintreten noch theilnehmeu an dem sonstigen Tempeldienst 1). — Es zeigt sich also nicht nur mit Wahrscheinlichkeit sondern mit Gewißheit, daß Niemand nach Gefallen aufschreiben konnte, noch daß es in dem Ausgezeichneten einen Widerspruch gebe; nur die-Propheten haben die Begebenheiten des hohen und frühen Alterthums durch göttliche Eingebung, die Vorfälle ihrer Tage nach eigener reifen Einsicht verzeichnet. 8) Es gibt daher bei uns nicht zehntausend von einander abweichende und sich widersprechende Werke, sondern nur zwei und zwanzig, die Geschichte der ganzen Vergangenheit umfassenden Bücher, die mit Recht für göttlich gehalten werden. Von diesen gehören fünf Moses an, und enthalten die Geschichte der Entstehung des Menschen und dessen Tod. Dieser Zeitraum umfaßt bald dreitausend Jahre. Und von dem Tode Moses au bis zu der Regierung des persischen Königs Artaxerxes, der dem Lerxes folgte, beschrieben die nach Moses kommenden Propheten die Begebenheiten ihrer Tage in dreizehn Büchern: die übrigen vier Bücher umfaßten Gesänge zu 9) Diese Theorie über gefangene Frauen, hervorgegangcn ans der rohen Weise der Kriegsführung alter Zeiten, ist in der Mischnr (vgl. Keiubot SS ff.) viel besprochen: es waltet die Besorgniß der erlittenen Nothzüchtigung ob. Diese Doctrin zeigt sich auch als sehr alt. Dem Johannes Hyrcan wurde, wie Josephus Alterth. 13, 10. erzählt, vorgeworfen, daß seine Mutter gefangen worden; er also illccjitim sei und das Hohepriesteramt nicht bekleiden könne. Dieses wird auch Kidduschin 60 angeführt; dort wird aber Jannai genannt. (Wir wollen hier nur kurz bemerken, daß מאי für das keine eigentliche Etymologie aufzustnden ist. eine Contraction aus יוחנן (das h wird häufig absorblrt vgl. Aruch u. מכותא u. sonst) sei und wurde ein Familienname (daher das י zu Ende) für יוחנן Hyrcanus und seine Nachkommen. Daher Alexander Janäus. Im Talmud ist dieses eine Benennung für die König« des zweiten Tempels überhaupt, und daher wird auch Agrippa ינאי genannt, vgl. Joma 18. Später wurde ינאי ein Eigennamen, und so heißen mehrere Lehrer.) 1) Dieses gilt zumeist von dem aus illegitimer Ehe herstammenden Prtestcr: dieser war unfähig zu jedem priesterlichen Dienste; aber auch von dem Priester selbst, solange er nicht solche Ehe aufgelöst. vgl. Lecborol 7, 7.

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