Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 59 (1915)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 238 (sequence 7)
- Language
- German
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238 Besprechungen und kurze Mitteilungen. »am Versöhnungstag«. — Nr. 109 deutet in Z. 2 doppelsinnig auch mit an, daß der Vater bereits heimgegangen ist. — Nr. 113 Zeiie 8/g bedeutet 'ליל ו die Nacht vom Donnerstag zum Freitag; es kann also mit .בנר מצוד nicht das Sabbatlicht, sondern nur gemeint sein, daß beim Schein des Chanukalichtes der Tod eintrat. — Nr. 121 die Mutter bedeutender Söhne! — Nr. 128 איש בער ist sicher nicht verschrieben, sondern absichtlicher Wortwitz auf Issachar »Baer«. ~ Nr. 132 Zeile 8 ist nicht דר אחר; sondern דד אהד zu lesen. Der Text lautet dann: »Man band ihr Füße und Hände und schnitt ihr eine Brust mit scharfem Messer ab«. Offenbar eine Vergewaltigung, deshalb fehlt auch das Märtyrerepitheton. Zeile 14 ist doppelsinnig: sie starb mit dem Worte אחד auf den Lippen, zugleich das Wort אחד für das Monatsdatum 21 verwandt, das freilich mit der Angabe in Z. 2 Sabbatausgang nicht zusammenstimmt. — Nr. 136 deutet mehrmals — Z. A. 1, 5, Bi, D. 8 — auf ein sehr hohes Alter hin; es fragt sich, ob nicht בימים in Z. 2 ganz als Alterszahl zu nehmen ist. ln Terach, Z. D. 2, muß auch noch der Vatersname in Abkürzungen stecken. — Nr. 139 der Name war wohl nach Z. 3 Hanna. — Nr. 143 gibt Montag, 22 Tischri als Datum an; dies stimmt freilich nicht für 1629, jedoch für 1627! — Nr. 158 scheinen Spielereien durch den Text zu gehen; Z. 6 sicher der Name Herz, Z. 8 noch das »Z« davon, Z. 9 ש׳ Anfangsbuchstabe von Schiff, שבחה überhaupt an Schiff anklingend! — Nr. 207. Auffällig fehlt in dieser Inschrift das Datum des Todestages. Das Wort ,הלך נברח in Z. 1 sieht merkwürdig aus; sollte darin stecken: ־״?נשמתו כ" ו חשון Nr. 211. Es ist nicht einzusehen, warum קעמט gerade Kempten in Bayern bedeuten soll. Kempten a./Rhein bei Bingen ist eine altjüdische Niederlassung, die wohl noch eher in Betracht käme. Horovitz, Frankfurter Inschriften, verzeichnet unter Nr. 414 einen Kalonymus Kempten, verstorben 1607. — Nr. 224. Zu S. 176 sei bemerkt, daß in der Inschrift Nr. 398 auf das hohe Alter des Israel Horovitz auch in Z. 7 ausdrücklich hingewiesen ist. — Nr. 294 קלשטאט ist weder Karlstadt noch Kohlstatt, sondern Kallstatt in der Pfalz. Löwenstein, Kurpfalz S. 39 und 49 erwähnt einen Juden daselbst schon 1548, 1550. Beziehungen aus der Kurpfalz nach Frankfurt (dieselbe Familie, auch Ahroniden!) und Wien sind begreiflich. Die Aussprache in den Grund- und Hausbüchern Kallstadt ist richtig. — Nr. 302. Nach Z. 4 hieß die Frau Chawwa. — Nr. 306. Z. 6 הוכן oder הובן? Vielleicht ein Ortsname, Hofen. Das. Z. 10 das Monatsdatum Donnerstag, den