Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1915-01-01 · Heft 4 · p. Seite 237

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
59 (1915)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1915-01-01
Page
Seite 237 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2829132-2829866-2829871-2842345--41851-2842450
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Besprechungen und kurze Mitteilungen, 237 herbeiführen, von der an diesem Orte abgesehen werden muß. Aber auch für solche Anregungen wird der wissenschaftliche Herausgeber dankbar sein dürfen, der selbst auf unsicherem Boden nie phantastische Luftschlösser, sondern feste, wohlgefügte Forschungsergebnisse aufzurichten sucht. Wir erwarten von ihm recht bald den zweiten Teil seines Werkes und die historische Zusammenfassung der Geschichte der Wiener Kultusgemeinde, der er und die historische Kommission bereits durch die Veröffentlichung dieses ersten Bandes ein unvergängliches Denkmal gesetzt haben.« Hier ist der Ort zu einigen jener kritischen Bemerkungen, die dort wegbleiben mußten. Nr. 1 der Inschriften teilt das Schicksal aller angeblich ältesien Inschriften; die Jahreszahl ist stark verdächtig. W. weist an anderer Stelle (S. 11 Anm.) darauf hin, daß für die Wiener Märtyrerzeiten besser die Jahre zu Ausgang des 16. Jahrhunderts passen; am besten würde das Wiener Unruhenjahr 1600 (S. 21) sich eignen. Das Jahr ist da, wenn man 'ש der Aussprache nach wirklich als 1600 — 360 — שין liest. Man unterließ wohl absichtlich — besonders bei einem Märtyrer — so zu schreiben, um unschöne Ausdeutungen (שמו ימח נצח) zu vermeiden. — Nr. 3 scheint mir die Lesung שכן richtiger. Der Grabstein ist aber viel zu einfach, um einem Mitglied der angesehenen Familie Oettingen anzugehören. — Nr. 4 muß sicherlich שלם gelesen werden; die ganze Jahresaufschrift ist eine zusammenhängende Phrase und verlangt deshalb dieses Wort, während שלב darin keinen Sinn gibt. — Nr. 14 ist vielleicht Sohn von Nr. 12? — Nr. 1g muß der Hinweis auf den Vater Nr. 16 lauten. — In Nr. 23 ist das angegebene Datum 1602 richtig. Aus dem biblischen Satz I. B. M. 18, 22 sind absichtlich das ה im Namen אברהם und das Wort עורנו weggeblieben, um die Jahreszahl zu ermöglichen. Würde das ה nach לפני noch dazu gehören, so hätte nicht erst das ה im Namen fortzubleiben brauchen. — Nr. 36 Esther, T. Nathans, muß eine besonders hervorragende Dame gewesen sein nach Zeile 4 und 6; das Zitat aus der Megillah wäre sonst eine zu grobe Schmeichelei. Dieser Nathan ist sicher nicht identisch mit dem in Nr. 3g genannten, vielleicht aber mit dem in Nr. 45. — In Nr. 54 und 55 stimmen zwar die beiden Monatsdaten für beide Jahre; 1613 wie 1619 waren Jahre הכ״ו. Trotzdem und ebendarum möchte ich annehmen, daß beide Fälle in ein und dasselbejahr gehören, vielleicht 161g, die Zeit der Pest. — Nr. 73. Sein Tod sei zur Sühne, wie der Tod der Gerechten »בעשרה« bedeutet doch woh! einfach

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.