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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1915-01-01 · Heft 4 · p. Seite 199

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
59 (1915)
Issue
Heft 4
Article
Die Kontinentalsperre und die deutschen Juden
Date
1915-01-01
Page
Seite 199 (sequence 7)
Language
German
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Die Kontinentalsperre und die deutschen Juden. 199 nannt »das Werk des Tobias«* 1), den Kaffee und seine wohltätigen Heilwirkungen erwähnt. In der dritten Abteilung seines Buches, die von der sublunarischen Welt handelt, ist dem Kaffee (קאהבי) und seinen Kräften das 16. Kapitel gewidmet. Darin erzählt der Gelehrte, daß er am Hofe des Khalifen in Konstantinopel2) einen frischen Kaffeestrauch gesehen habe, rühmt dabei die mannichfache Wirkung der Frucht in getrocknetem und zerpulvertem Zustände und urteilt, daß, wer sich daran gewöhnt habe, den Aufguß davon jeden Morgen zu genießen, den Genuß garnicht mehr entbehren könne, sowie er nur die Augen geöffnet habe3). Ungleich näher freilich als durch die naturwissenschaftlichen und medizinischen Studien des Dr. Cohen wurde das neue Genußmittel der Glaubensgemeinschaft durch dessen Zeitgenossen R. Cbajjim Benveniste aus Smyrna, R. Mose Chagis aus Jerusalem und R. Hiskia da Silva aus Livorno gebracht. Denn diese Forscher setzten es in unmittelbare Beziehung zum Lebenselement des Judentums, zur Halacha. Sie erwogen die wichtigen Fragen, ob man nicht nur den Vorsegen sondern auch den Nachsegen darüber sprechen müsse, uud ob man, bevor man früh gebetet habe, berechtigt sei, eine Tasse Kaffee zu trinken. Bei der letzteren Untersuchung handelte es sich um das Problem, ob der Kaffee als ein veritables Nahrungsmittel oder nur als eine Art gefärbten dem heiligen Lande und starb daselbst 172g. Einen eigenhändigen Brief von ihm, d. d. Jerusalem, (18. Ab. 479 =) 3. August 1719, besaß Kaufmann und hat ihn in der REJ XXI, S. 140 ff. veröffentlicht. 1) - מעשה טוביה, zuerst 1705 in Venedig, dann 1721 injesnitzund jüngst noch einmal 19O8 in Krakau gedruckt. 2) Der Khalif bekam ihn als Geschenk aus dem Lande אלימא״ן הוא גיאפו׳ץ (ed. Ven. 73a), worunter, wie mir Immanuel Löw schreibt, Japan — vgl. a. a. O. c. 14, fol. 72 d — zu verstehen wäre. Die Mitieilung Tob. Cohens beruht demnach jedenfalls auf einem Irrtum oder einem Mißverständnis. ף Wir. lesen a. a. וכל הרגיל בו לשהותו בבקר אי אפשר לו :.ס לפתוח עיניו בלתי שתייתו. Manche, heißt es dann weiter, tun in das fertige Getränk Zimmet oder Gewürznelken (גאריאופולי — Caryopholli) oder Cardamum o. dgl. hinein.

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